Der Vorsitzende Josef Freudenmann (links) und der Kreisverbandsvorsitzender Christian Kugler (Zweiter von links) mit den Vorstandsmitgliedern und Geehrten. Foto: Maute Foto: Schwarzwälder Bote

OGV: Frost 2019 schädigt die reiche Blüte / 350 Arbeitsstunden wären nötig bis "Punkt Null" in Jungingen

Der Obst- und Gartenbauverein Jungingen freut sich über drei neue Mitglieder. Damit die vielfältige Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden kann, wären weitere Helfer indes sehr erwünscht.

Jungingen. Die Bilanz, die der Vorsitzende Josef Freudenmann bei der Hauptversammlung im Gemeindesaal zog, kann sich sehen lassen: Nicht nur die Walpurgisfeier, die der Verein alljährlich ausrichtet, kam einmal mehr sehr gut an. Auch der von Rechnungsführer Gustolf Kohler organisierte Ausflug zur Bundesgartenschau nach Heilbronn war für die Mitglieder ein tolles Erlebnis. Beide Ereignisse rief Schriftführerin Mateja Sattler den Anwesenden am Samstag noch einmal durch eine Bilderschau ins Gedächtnis.

Ernüchternd fällt hingegen der Blick auf das Erntejahr aus. "Darüber kann man zügig hinweggehen", konstatierte Freudenmann. Denn nach einer reichen Blüte vernichtete der Frost im April die zu erwartende Ernte. Doch auch ohne Erntearbeit waren die Vereinsmitglieder mehr als gut beschäftigt.

Insbesondere die Pflege des Lehrgartens gestaltet sich sehr zeitaufwendig. "Leider sind wir nur noch ein sehr kleines Häufchen", bedauerte der Vorsitzende angesichts der Tatsache, dass bei den Arbeitseinsätzen aktuell nur noch wenige Helfer präsent sind.

Sofern es das Wetter zulässt, sind diese fast jeden Samstag auf der Vereinsanlage anzutreffen, führen Schnittmaßnahmen durch und mähen je nach Jahreszeit den Rasen. Auch das Blechdach auf dem Anbau konnte zwischenzeitlich angebracht werden.

Aufgrund der geringen Helferzahl kommt der Verein jedoch nicht umhin, Abstriche zu machen. So werde etwa die Hecke um den Garten leider wieder etwas verwaist bleiben, erklärte Freudenmann, der ausgerechnet hat, dass noch gut 350 Arbeitsstunden nötig wären, um allein "auf den Punkt Null" zu kommen.

Dass gerade der Baumschnitt sehr wichtig ist, wird beim Blick auf die Streuobstwiesen deutlich. Sorgen macht den Fachleuten der immer stärkere Mistelbefall der Obstbäume. "Wir müssen das im Auge behalten", gab der Vorsitzende zu bedenken. Greife man nicht zeitnah ein, seien die Bäume – und damit auch die Streuobstlandschaft – gefährdet.

Vereinsschiff wird gut auf Kurs gehalten

Trotz der vielen Arbeit: Durch die "absolut harmonische und gute Zusammenarbeit" der Vorstandschaft konnte das Vereinsschiff im vergangenen Jahr einmal mehr gut auf Kurs gehalten werden, was sich auch in den Zahlen widerspiegelt.

Rechnungsführer Gustolf Kohler legte nicht nur eine positive Bilanz vor, sondern vermeldete auch Erfreuliches in Sachen Mitgliederzahlen. Der Verein kann drei Neuzugänge verbuchen – zuletzt traten ihm Xenia und Thomas Gallinn bei – und hatte zum 31. Dezember 2019 insgesamt 96 Mitglieder in seinen Reihen.

Eine vorbildliche Kassenführung bescheinigten dem Finanzchef die Prüfer Christa Riester und German Bieger. Die Entlastung führte Bürgermeisterstellvertreter Bernd Bumiller herbei, der dem Verein großes Lob für seine engagierte Arbeit zollte. Und diese wird das bewährte Vorstandsteam auch in den nächsten drei Jahren koordinieren.

Sowohl der Vorsitzende Josef Freudenmann als auch seine Stellvertreterin Eva Blendinger, Schriftführerin Mateja Sattler und Rechnungsführer Gustolf Kohler wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Im Ausschuss engagieren sich künftig Walter Spirk, Wolfram Schmid und Anke Hauptmann.

Dem Kreisverbandsvorsitzenden Christian Kugler oblag im Anschluss die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder. Mit dem Bronzenen Logl-Bäumchen für zehnjährige Vereinszugehörigkeit wurden Eva Blendinger, Karolina Funk, Elsbeth Pfeilmayer und Norbert Haasis ausgezeichnet. Das Logl-Bäumchen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Martina Diebold, Ingrid Leitzig und Edgar Bulach.

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