An der Spitze des Vereins stehen seit Januar drei junge Vorstände. Trotz Beruf und Familie gelingt es dem Team, seine Aufgaben zu meistern.
Bei der Trachtenkapelle Schuttertal hat sich der Vorstand deutlich verjüngt. Mit der 36-jährigen Michaela Wieseke, die bereits seit zwei Jahren im Vorstandsteam aktiv ist, sowie Simon Müllerleile und Maximilian Schwörer, beide 28 Jahre alt, tragen seit den Neuwahlen bei der vergangenen Hauptversammlung (wir berichteten) drei engagierte Musiker Verantwortung.
Dass so junge Menschen Führungsaufgaben in einem großen Verein übernehmen, ist keine Selbstverständlichkeit – für das Trio aber ein bewusster Schritt. „Ich wollte aktiv an der weiteren Entwicklung des Musikvereins mitarbeiten“, sagt Wieseke, die bereits seit 25 Jahren aktiv musiziert und die Oboe spielt. Unterstützung erhalte sie dabei nicht nur aus dem Verein, sondern auch aus der Familie, die selbst tief im Vereinsleben anderer örtlicher Vereine verwurzelt sei, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion.
Vor allem Nachwuchsarbeit soll gestärkt werden
Auch bei Müllerleile war die Entscheidung eng mit der persönlichen Verbundenheit zur Kapelle verknüpft. „Der Verein ist weit mehr als nur gemeinsames Musizieren, es ist der enorme Zusammenhalt unter Freunden“, betont der Posaunist, der seit 2011 aktives Mitglied ist und darüber hinaus seit vielen Jahren als Theaterspieler in der vereinseigenen Theatergruppe mitwirkt. Nach Jahren des Engagements im Veranstaltungsteam des Vereins möchte er seine Erfahrung nun im Vorstandsteam einbringen.
Ähnlich sieht es Schwörer. Der Trompeter kennt die Vereinsarbeit seit seiner Zeit als Jungmusiker, er hat sich unter anderem in Organisation und Nachwuchsarbeit engagiert und will nun „noch mehr Verantwortung übernehmen“. Schwörer ist auch seit vielen Jahren fester Bestandteil im Theaterorchester.
Der Verein ist für alle drei weit mehr als ein Hobby. Freundschaften, gemeinsames Musizieren und das generationenübergreifende Miteinander prägen den Vereinsalltag. „Proben, Auftritte und Veranstaltungen sind feste Termine, um die ich alles andere herum plane“, beschreibt Schwörer die Bedeutung des Vereinslebens. Trotz Beruf und Familie gelingt es dem jungen Team, die Aufgaben zu meistern, auch dank klarer Aufgabenteilung und starkem Zusammenhalt. „Wir unterstützen uns gegenseitig, so dass alles gut zu bewältigen ist“, so Wieseke. Einig sind sich alle drei: Der Verein ist zugleich Ausgleich und Motivation.
Beim Generationenwechsel setzt das neue Vorstandsteam bewusst auf Zusammenarbeit. Die Unterstützung erfahrener Mitglieder sei jederzeit gegeben, betonen die drei Vorstände. Gleichzeitig bringen sie eigene Impulse ein, etwa in den Bereichen Social Media, digitale Organisation und moderne Konzertgestaltung. Inhaltlich möchte der neue Vorstand vor allem die Nachwuchsarbeit stärken. Ziel sei es, wieder mehr junge Menschen für die Blasmusik zu begeistern und langfristig ein großes Jugendorchester aufzubauen, so das neue Team. Auch die Pflege der Kameradschaft sowie die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen sollen weiter ausgebaut werden.
Mit viel Engagement, frischen Ideen und großer Verbundenheit zum Verein zeigt das junge Vorstandsteam, dass Verantwortung im Ehrenamt keine Frage des Alters ist, sondern vor allem eine Frage der Leidenschaft.
Das Frühjahrskonzert
Ein nächster Höhepunkt steht bereits an: Am Samstag, 28. März, lädt die Trachtenkapelle Schuttertal ab 20 Uhr zum traditionellen Frühjahrskonzert in die Festhalle Schuttertal ein. Unter dem klangvollen Motto „Mythen, Mut, Magie“ erwartet die Besucher ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, berichtet Michaela Wieseke. Eintrittskarten für das Konzert gibt’s an der Abendkasse für zehn Euro. Mitte Juni folgt das traditionelle Waldfest am Eichberg, das in diesem Jahr mit neuen Ideen aufwarten soll.