Liv Sutter überzeugt mit ihrer Erfindung international. Mit ihrem "Lighttower" landete sie in Nürnberg auf Platz 2.
Wie kann man Musik sehen und fühlen? Das fragte sich Liv Sutter vom Droste-Hülshoff-Gymnasium Rottweil. Ihre Antwort: der „Lighttower“. Drum erfand sie ihn und sahnte dafür nun Silber ab.
Liv Sutter begeisterte Besucher und Jury auf der internationalen Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten (kurz: „iENA“, vom 1. bis 3. November, Messe Nürnberg) mit ihrem Lighttower – dafür erhielt sie eine Silbermedaille.
Musik wird in Licht verwandelt
Der „Lichtturm“ ist ein aus Plexiglas gefertigter Turm, in dem LEDs Musik in Licht verwandeln. Klänge werden in Farben, Helligkeit und Bewegung übersetzt – so entsteht ein dreidimensionales Lichterlebnis. Besonders hörbeeinträchtigte Kinder wird so die Chance gegeben, sichtbar und emotional Musik zu erfahren. Über ein Mikrofon oder eine Tonquelle werden Lichtimpulse erzeugt, die auf Stimme oder Rhythmus reagieren – eine Verbindung von Technik, Kunst und Empathie.
Therapeutischer Nutzen
Schon im August 2024 besprach Liv Sutter ihr Projekt mit dem Musiktherapeuten Konrad Gießibl. Er betont den therapeutischen Nutzen des Systems und die Möglichkeit, emotionale Reaktionen durch Musik auf eine neue, multisensorische Weise erfahrbar zu machen.
„Ich wollte zeigen, dass Musik nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar und fühlbar sein kann“, sagt Liv Sutter. Nach etlichen Gesprächen und Präsentationen war die Freude am Stand des Artur- Fischer-Erfinderpreises Baden-Württemberg groß, als der Schülerin die Silbermedaille überreicht wurde.