Benjamin Bonk und Sebastian Gaux wenden sich nach der Insolvenzeröffnung an ihre Kundschaft. Im Zuge des Sanierungskonzepts soll es zu Umstrukturierungen kommen.
Vergangene Woche ist die Insolvenzeröffnung der „Brothandwerker“ bekannt geworden. Nun haben sich die Geschäftsführer Benjamin Bonk und Sebastian Gaux zu Wort gemeldet.
„Die Brothandwerker haben am 22. August Insolvenz angemeldet, bisher ist ein vorläufiges Verfahren angeordnet“, schreiben sie in ihrer Mitteilung.
Baumängel an Produktionshalle
„Auch wir haben mit den bekannten Themen – hohe Kosten für Gas-Strom und auch mit auf dem hohen Niveau schwankenden Rohstoffpreisen – zu kämpfen“, erläutern die beiden die schwierige Ausgangslage.
Zu all dem gäbe es noch die Problematik, dass bauliche Mängel am Gebäude der Produktionshalle in der Weilerstraße in Sulz festgestellt worden waren. Eine kurzfristige Lösung für die Sanierungskosten bestehe bei dem jungen Unternehmen nicht.
Umgestaltung der Filialen
Das Amtsgericht Rottweil hat den Rechtsanwalt Christian Zschocke als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
„Gemeinsam mit ihm wollen wir ein Sanierungskonzept erarbeiten und die Backfilialen zu den Produktionsstandorten umgestalten“, erläutern Bonk und Gaux erste Überlegungen. Denn dort solle in Zukunft das ganze Sortiment produziert werden.
Dank an Kundschaft
Für ihre Kunden haben sie eine wichtige Botschaft: „Die Läden sind weiterhin geöffnet, Sie erhalten das gewohnte Sortiment und wir freuen uns weiterhin für Ihren Besuch!“
Sie bedanken sich für die treue Unterstützung der langjährigen Stammkundschaft und werden sie weiterhin über die künftigen Sanierungsschritte informieren.
2021 hatten sich die gelernte Köche als Bäcker selbstständig gemacht. Es folgten 2022 die Eröffnung eines Ladens in der Sulzer Sonnenstraße 3, die Wiederbelebung einer leerstehenden Filiale in Hochmössingen sowie 2023 der Einzug in das Ladengeschäft der Landbäckerei Geiger in Aistaig. Im Juni 2024 eröffnete eine weitere Filiale im Gebäude der ehemaligen Bäckerei Walz.