Die Gemeindewerke Unterkirnach bauen das ehemalige Hallenbad in ein Jugend- und Begegnungszentrum um. Foto: Ulrich Schlenker

Der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke Unterkirnach war Thema im Gemeinderat.

Der Bau eines Jugend- und Begegnungszentrums soll für neues Leben im jetzigen Leerstand des ehemaligen Hallenbads sorgen. Zudem steht eine wirtschaftliche Wende für den Teilerfolgsplan Nachnutzung Aqualino in Aussicht.

 

Diese Sparte der Gemeindewerke Unterkirnach hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 75 000 Euro zu verzeichnen. Auch in diesem und im kommenden Jahr kommt man hier nicht aus den roten Zahlen.

Auf 50 300 Euro wird der Verlust in 2025 angesetzt. Wenn in zwei Jahren der Jugend- und Bürgertreff im ehemaligen Hallenbad dann realisiert ist, geht die Planvorausschau für dieses Tätigkeitsfeld der Gemeindewerke erstmals wieder von einem leichten wirtschaftlichen Plus aus.

Sabine Wagner wollte wissen, ob bereits ein Konzept für die Umgestaltung des ehemaligen Bads in eine Stätte bürgerlicher Begegnungen vorliege. Endgültig liege das noch nicht vor, sagte Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer.

„Pfiffige Idee“ für die Begegnungsstätte

Es gebe eine „pfiffige Idee“ für die Gestaltung der Begegnungsstätte, hatte Bürgermeister Andreas Braun in der vorletzten Gemeinderatssitzung wissen lassen.

Für deren Umsetzung müssen die Gemeindewerke Unterkirnach zunächst aber viel Geld investieren. Trotz einer Landesförderung von 54 Prozent der Kosten im Rahmen des baden-württembergischen Investitionspakts soziale Integration im Quartier bleibt für die Unterkirnacher Gemeindefirma ein Eigenanteil von voraussichtlich 458 000 Euro. „Wir tragen gerade die genauen Kosten zusammen. Ob wir dann alles oder nur Teile davon umsetzen, ist danach zu entscheiden“, sagte Braun mit Blick auf das letzte Wort durch den Gemeinderat.

Letzte Darlehen bald abbezahlt

Martin Kuberczyk von der CDU-Fraktion erwähnte den finanziellen Spielraum der Gemeindewerke, die demnächst ihre letzten Darlehen abbezahlen.

In ruhigem Fahrwasser sieht die Wirtschaftsplanung 2025 die Sparte Wasserversorgung. Der Wasserpreis bleibt mit 1,88 Euro pro Kubikmeter unverändert. Obwohl auch in diesem Bereich kräftig investiert wird, weist der Teilerfolgsplan Wasser für 2025 nach Steuern ein positives Ergebnis von 10 000 Euro aus.

Strom der Photovoltaikanlage

Im Teilerfolgsplan Energie, der die Einspeisung und die Eigennutzung von Strom der Photovoltaikanlage auf der Schlossberghalle abbildet, ist für nächstes Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis angesetzt.

In Summe der drei Geschäftsfelder ergibt sich für die Gemeindewerke Unterkirnach ein Planansatz von minus 40 300 Euro. Erst wenn das Jugend- und Begegnungszentrum ab dem Jahr 2027 voll in Betrieb sein wird, geht die aktuelle Wirtschaftsplanung erstmals seit vielen Jahren wieder von einem Gewinn dieser Gemeindefirma aus. Der Gemeinderat beschloss den Wirtschaftsplan 2025 für die Gemeindewerke einstimmig.