Wenn alles gut funktioniert, wird der Jugendraum im Lagergebäude der ehemaligen Owinger Volksbank bis Ende dieses Jahres fertig sein.
Nachdem die Umbauarbeiten gut vorankommen, geht zumindest Mathias Schütz, einer der beiden Vorsitzenden des Owinger Jugendvereins, davon aus, dass den heimatlosen Jugendlichen alsbald ein neues Zuhause geboten werden kann. Damit wäre aus Sicht von Schütz dann ein langersehntes Ziel erreicht, das sich der im Juli 2018 gegründete Verein gesteckt hat: nämlich der Wiederaufbau eines Jugendtreffs. Dieser war mit dem Brand des alten Owinger Pfarrhauses im Januar 2018 und dem Abriss der Brandruine im Mai 2020 für immer verloren gegangen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Jugendverein mit seinen beiden Vorsitzenden Simon Teller und Mathias Schütz auch die Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Owingen intensiviert. Der hat beim Umbau des Bankgebäudes in ein Dorfgemeinschaftshaus bekanntlich die Federführung. Teller und Schütz sind seit Dezember 2024 aktive Beisitzer im Bürgerverein und damit regelmäßig bei den Vorstandssitzungen dabei. Dies bedeutet einen besseren Informationsfluss und eine größere Beteiligung an den Prozessen rund um das Dorfgemeinschaftshaus.
Die Jugendlichen selbst haben sich aktiv am Aufbau eines Dorfgemeinschaftshauses für alle Generationen eingebracht, wie in der Hauptversammlung des Jugendvereins deutlich wurde. Sie beteiligten sich an Arbeitseinsätzen im Volksbankgebäude sowie am Richtfest und übernahmen im vergangenen April beim Flohmarkt der Schlepperfreunde die Bewirtung – was 400 Euro in die Kasse brachte. Ebenfalls wollen die Jugendlichen die Patenschaft für ein Pflanzbeet vor dem künftigen Dorfgemeinschaftshaus übernehmen.
Hans Volm, Vorsitzender des Bürgervereins, wünschte sich zwar eine stärkere Beteiligung von Eltern der Jugendlichen an Arbeitseinsätzen, war aber insgesamt mit dem Baufortschritt zufrieden. Mit den Grobarbeiten sei man soweit fertig, die Fenster und Außentüren seien installiert, die Rohre der späteren Sanitäranlagen und die Elektrokabel seien verlegt, derzeit beschäftige man sich mit Erdarbeiten für den Lichthof vor dem Eingang zum Jugendraum. Wenn alle Arbeiten erledigt seien, werde kaum eine andere Gemeinde einen so tollen Jugendraum haben, meinte Volm und rief alle dazu auf, weiter an dem Projekt mitzuarbeiten.
Rainer Sickinger berichtete in Abwesenheit von Kassierer Samuel Sickinger über eine solide Vereinskasse (überschaubare Ausgaben, diverse Spenden). Von den Kassenprüfern Melanie Beyer und Richard Schumacher gab es keine Kritik. Melanie Beyer führte im Anschluss die einstimmige Entlastung der Amtsinhaber herbei. Bei den Wahlen wurden der Vorsitzende Simon Teller und die Schriftführerin Gertrud Teller in ihren Ämtern bestätigt, genauso wie die Beisitzer Johannes Schmocker und Jonathan Sickinger. Zur Freude der Vereinsmitglieder war es zudem gelungen, in Nico Sinz, Neo Pflumm, Nico Saumweber und Nele Benker vier neue zusätzliche Beisitzer für den Vereinsausschuss zu gewinnen – allesamt Jugendliche, wie Gertrud Teller stolz vermerkte.