Hier wird die Stadtrallye am 7. Mai eröffnet. Das Dornstetter Rathaus sollten die Jugendlichen ohnehin im Auge behalten. Foto: Salm Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunalpolitik: Jugendliche können ab 7. Mai am Projekt "Jugend entscheidet"­ in Dornstetten teilnehmen

Für die Stadt Dornstetten steht in diesem Jahr die Jugend im Fokus. Das Projekt "Jugend entscheidet" startet am 7. Mai mit einer digitalen Stadtrallye durch Dornstetten, Aach und Hallwangen. Vor allem die 12- bis 15-Jährigen sollten dabei Augen und Ohren offenhalten.

Für die Stadt Dornstetten steht in diesem Jahr die Jugend im Fokus. Das Projekt "Jugend entscheidet" startet am 7. Mai mit einer digitalen Stadtrallye durch Dornstetten, Aach und Hallwangen. Vor allem die 12- bis 15-Jährigen sollten dabei Augen und Ohren offenhalten.

Dornstetten. Die Stadtrallye bildet nun den Auftakt zu dem Projekt in der Kommune. Bereits zu Beginn dieses Jahres wurde Dornstetten von der Hertie-Stiftung als eine von zehn Gemeinden ausgewählt, um am Projekt "Jugend entscheidet" teilzunehmen (wir berichteten).

Ziel ist es, eine politische Entscheidung in die Hände der Jugendlichen zu legen. Damit wollen die Initiatoren die Prinzipien demokratischer Entscheidungen vermitteln und das Bewusstsein dafür stärken, dass 12- bis 15-Jährige ein Teil des politischen Prozesses sein möchten. Die Teilnahme an der Stadtrallye ist grundsätzlich für jeden möglich, doch nur die 12- bis 15-Jährigen aus Dornstetten, Aach und Hallwangen dürfen auch im weiteren Verlauf bei dem Projekt mitmachen.

Wer zwischen dem 7. und 24. Mai an der Stadtrallye teilnimmt, hat die Möglichkeit, Bonuspunkte zu sammeln. Diese können vom 25. bis 28. Mai jeweils von 9 bis 11 und 14 bis 20 Uhr im Jugendhaus in Dornstetten in Preise umgewandelt werden. Dabei erhalten die 12- bis 15-Jährigen ein Prämienpaket, das wichtig für das folgende Projekt ist.

"Die Rallye dient als Werbeaktion, um im Nachhinein die Jugendlichen gezielt anzusprechen", erklärt die Jugendreferentin der Stadt Dornstetten, Susanne Rinck, die Planung. Insgesamt beinhaltet die Rallye zwölf Standorte, die auf die drei Teilorte verteilt sind. Dabei kann jeder Standort als Startpunkt genutzt werden. Um die Suche zu erleichtern, sollten der Kindergarten in Hallwangen, die Grundschule in Aach und das Rathaus in Dornstetten im Auge behalten werden.

Am besagten Rathaus findet am 7. Mai um 11 Uhr auch die Eröffnung der Stadtrallye durch Dornstettens Bürgermeister Bernhard Haas statt. Im weiteren Verlauf ist dann für den 9. Juni ein Auftakttreffen der teilnehmenden Jugendlichen geplant. "Wenn am Ende 50 bis 100 Jugendliche mitmachen würden, wäre das ein super Ergebnis", so Rinck. Das Herzstück der Aktion stellt die Themenwahl-Veranstaltung dar. Diese wird federführend vom Partnerverein der Hertie-Stiftung – "Politik zum Anfassen" – geleitet.

Auch die Vorbereitung der Rallye und die Entwicklung der App PLACEm, die für die Bewältigung der Stadtrallye von Nöten ist, wurde vom Verein übernommen. Bei der Themenwahl-Veranstaltung erarbeiten die Jugendlichen Positionen zu den Fragen, was ihnen wichtig an Dornstetten ist oder was der Gemeinde ihrer Meinung nach noch fehlt. Die Themen werden schließlich vom Kommunalteam, das aus Vertretern der Gemeinderatsfraktionen besteht, und der Verwaltung hinsichtlich der Machbarkeit geprüft.

Herzstück der Aktion ist die Themenwahl

Am Ende steht dann ein Thema, das dem Gemeinderat bei einer öffentlichen Sitzung zur Abstimmung vorgelegt wird. Im Vorhinein haben die Jugendlichen die Möglichkeit, den Ratsmitgliedern den Vorschlag ausführlich zu erläutern.

Im besten Fall stimme der Rat in der folgenden Sitzung "nur noch zu", so Susanne Rinck. "Es ist wichtig, dass die Jugendlichen gehört werden. Sie sind Experten in ihrer Lebenswelt, deswegen sollte nicht über die Köpfe der Jugend hinweg entschieden werden", sagt die Jugendreferentin.

Für Dornstetten ist das Projekt der Einstieg in die Jugendbeteiligung. In anderen Kommunen läuft diese etwa über einen eigenen Jugendgemeinderat. Wäre der auch für Dornstetten eine Option? Rinck ist, was die Umsetzung angeht, noch skeptisch, da hierfür personelle Strukturen geschaffen werden müssten und der betreuerische Aufwand hoch sei. Sie wünsche sich vor allem in der Zukunft ein projektbezogenes Handeln. "Ich hoffe, dass was hängenbleibt, und vielleicht kann man das Projekt ja dann alle zwei Jahre anbieten", so Susanne Rinck abschließend.

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