Nach der jüngsten Jugendparlamentswahl ist Rawan Farkouh zur Vorsitzenden des Gremiums in der 3-Länder-Stadt gewählt worden. Foto: Clemens Rimner

Rawan Farkouh, die neue Vorsitzende des Jugendparlaments Weil am Rhein, will die Busverbindungen in der 3-Länder-Stadt stärken.

Sie ist die neue Vorsitzende des Jugendparlaments in Weil am Rhein: Rawan Farkouh. Sie ist 18 Jahre alt, macht eine Ausbildung zur Erzieherin, ist ehrenamtlich Coach beim Kinder-Nachtsport und besucht in ihrer Freizeit gerne Menschen im Pflegeheim.

 

Zweite Amtszeitim Jugendparlament

Aufgewachsen ist Farkouh in Lörrach, im Jahr 2020 dann nach Weil am Rhein gezogen. Kurz darauf dann die Jugendparlamentswahl. Dort wird sie dann zuerst zweite stellvertretende Vorsitzende. Dann, in der zweiten Amtszeit ab 2023 wird die junge Weilerin zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, bis sie schließlich im neuen Jugendparlament 2025, zur ersten Vorsitzenden in Weil am Rhein gewählt wurde.

Dieses Amt hält Farkouh für die nächsten zwei Jahre inne. Dabei hat sie schon Ziele: Rawan Farkouh will die Busverbindungen stärken, ein Thema, welches besonders die jungen Leute betrifft. Auch wenn das eines der wichtigeren Themen ist, betont sie noch, dass sie weiterhin offen ist für Anfragen der anderen Jugendparlamentsmitglieder.

Jugendparlament hat ein kleines Budget

Aber was ist der Prozess, wenn eine solche Idee aufkommt, wie wird so etwas umgesetzt? Farkouh erklärt es: Das Jugendparlament hat prinzipiell ein Budget, über welches es frei verfügt.

In dem Fall der schwach ausgebauten Busverbindung ist dieses Budget allerdings zu gering, um das Problem lösen zu können. Wenn das Budget nicht reicht, hat das Jugendparlament das Recht einen Antrag zu stellen. Dieser landet dann beim Gemeinderat, welcher dann diesen Antrag in der nächsten Sitzung besprechen muss.

In Farkouhs’ erstem Amtsjahr wurden Anträge solcher Art nicht gestellt, das lag damals dann aber “eher an Corona und den fehlenden Präsenzsitzungen“, sagt sie.

Im vergangenen Amtsjahr hat das Jugendparlament viel aus dem eigenen Budget gearbeitet. Nun will Farkouh durch dieses Projekt auch den Anstoß dafür geben, dass in Zukunft regelmäßig größere Projekte durchgeführt werden.

Die Idee, sich damals für die Wahl aufstellen zu lassen bekam Rawan Farkouh von ihrer Lehrerin. Da Farkouh die Stadt noch nicht so gut kannte, sah sie es als Chance, “die Stadt dadurch besser kennenzulernen“ und dadurch die Möglichkeit zu bekommen, wenn sie etwas stört, dies in die Gemeinschaft einbringen zu können, so die erste Jugendparlamentsvorsitzende. Außerdem empfinde sie es als eine große Chance, da nicht jede Stadt ein eigenes Jugendparlament habe. Es sei ihr eine große Ehre.

Chance zum Lernen und um Verantwortung zu tragen

Was war die Motivation sich zur ersten Vorsitzenden wählen zu lassen? Zum einen habe Farkouh mit Nele Gallasch (vorherige erste Vorsitzende) ein gutes Vorbild gehabt. Zum anderen will Rawan Farkouh als eine, wie sie sich selbst beschreibt, „sehr zielstrebige“ Person die Chance nutzen, um mehr dazu zu lernen und mehr Verantwortung zu übernehmen.

Engagement in der Stadt auf höchster Ebene

Auch für die Zukunft sind die Ziele schon gesteckt: Erst einmal möchte sie ihre Ausbildung fertig machen. Bei der nächsten Gemeinderatswahl will sie sich wie bei der vorherigen Wahl noch einmal aufstellen lassen und hofft dann auf ein positives Ergebnis. „Wenn man sich schon in der Stadt engagiert, dann auch auf der höheren Ebene“, erklärt Rawan Farkouh lachend. „Wir Jugendlichen müssen schließlich mit den Entscheidungen der Älteren leben“, so ihr Fazit.