Die Halfpipes und Geräte auf dem Wimberg waren nicht mehr verkehrssicher. (Archiv) Foto: Rousek

Auf dem Wimberg wird weiter geskatet. Dazu wird ein Teil des Festplatzes geteert, um eine ebene Fläche zu schaffen. Zudem soll es dort einen Calisthenics-Park geben. Auf gut Deutsch: eine Art modernen Trimm-Dich-Pfad.

Calw-Wimberg - Die alte Skatebahn auf dem Festplatz war nicht mehr verkehrssicher. Pläne, die Bahn in die Nähe des TSV-Sportzentrums zu verlagern, sind gescheitert, so Oberbürgermeister Florian Kling auf Anfrage unserer Redaktion. Das Vorhaben war dem Gemeinderat zu teuer.

 

So stellte sich die Frage, was man jungen Menschen auf dem Wimberg anbieten kann, so der OB weiter. Nun soll es, auch unter Mitwirkung der Jugendbeteiligung in Calw weitergehen. Denn seit Juni vergangenen Jahres gibt es den Verein Skate Calw. Dort sind rund zwei Dutzend Jugendliche aktiv und die wollen den Festplatz weiter nutzen.

Halfpipes benötige der Verein nach eigener Aussage nicht, so Kling. Allerdings sei der Festplatz zu uneben und werde deshalb in einem Teilbereich geteert. Dann könnten die Skater mit Slaloms und Sprüngen über selbst gebaute Hürden aktiv werden. Dem Austausch des Bodens habe der Gemeinderat zugestimmt, die Kosten von rund 20 000 Euro sind laut Kling im Haushalt eingestellt. Ein Erwachsener betreue die Jugendlichen.

Neue Trendsportart

Darüber hinaus soll beim Stadion ein Calisthenics-Park entstehen. Dabei handelt sich um eine neue Trendsportart. Dort befinden sich Stangen verschiedener Höhe und Position, die den Turngeräten Reck und Barren nachempfunden sind. Dabei werden die Muskeln mit Eigengewichtsübungen trainiert. Calisthenics kommt aus der Street-Workout-Szene in New York. Anfang der 2000er-Jahre wurde die Sportart durch You Tube-Videos bekannt. Zunächst wurden Gerüste, Straßenschilder oder Bänke in das Training integriert. Inzwischen gibt es Calisthenics-Parks in vielen Städten.

Der Park soll laut Kling von allen genutzt werden können. Gerade für Jugendliche, die sich kein Fitness-Studio leisten können, soll dadurch ein Angebot gemacht werden. Der dafür geplante eingezäunte Platz beim Stadion sei ein perfekter Platz. Im Haushalt sind dafür 30 000 Euro eingeplant. Zudem möchte die Stadt mit dem Hotel-und Gaststättenverband Dehoga Baden-Württemberg, der beim Kreisberufsschulzentrum ein neues Schülerwohnheim baut, wegen einer Beteiligung Kontakt aufnehmen. Kling geht davon aus, dass auch die Schüler den Calisthenics-Park nutzen wollen.