Der Busbahnhof in Balingen gibt derzeit ein tristes Bild ab. Foto: Eyckeler

Im Rahmen des Demokratieführerscheins haben sich sechs Jugendliche den Busbahnhof näher angeschaut. Ihre Verbesserungsvorschläge präsentierten sie dem Gemeinderat.

Der „Demokratieführerschein – Der Führerschein zum Mitmischen in deiner Stadt!“ ist ein außerschulisches Projekt der vhs in Balingen und soll Jugendlichen die Teilnahme am kommunalpolitischen Geschehen ermöglichen. Diese Chance nahmen sechs junge Menschen wahr und deckten schonungslos die Schwachstellen am Busbahnhof auf.

 

Vor dem Gremium berichteten die Jugendlichen über ihr Vorgehen. Demnach sind sie in Zweier-Gruppen durch die Innenstadt gelaufen und haben dort Passanten angesprochen und nach Mängel und Missständen in der Stadt gefragt.

Nach weiteren Gedankenrunden kristallisierte sich der Busbahnhof und dessen „problematisches Erscheinungsbild“ als Projekt heraus.

Großes Maß an Vandalismus

„Aktuell stellt der Busbahnhof keinen schönen Aufenthaltsort dar“, bilanzierten die Jugendlichen im Gemeinderat am Dienstagabend. Starke Vermüllung, defekte Informationssäulen, schlechte Beleuchtung, eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten für Gehbehinderte und eine stark versiegelte Fläche sind einige der herausgearbeiteten Kritikpunkte.

Hinzu komme ein großes Maß an Vandalismus, führten sie aus. Doch die sechs Teilnehmer des Projektes zeigten nicht nur Probleme auf, sondern präsentierten auch Lösungsvorschläge.

OB Abel bedankt sich für das Engagement

„Schnelle Verbesserungen könnten etwa neue Fahrpläne sein. Zudem empfehlen wir das Anbringen von Blindenleitlinien, und die Anzeigetafeln sollten erneuert werden.“ Langfristig schlagen die Jugendlichen mehr Polizeigänge vor und das Anbringen von Braille-Schrift.

Balingens Oberbürgermeister Dirk Abel bedankte sich bei der Gruppe und verteilte die Zertifikate. „Wir können froh sein, dass gerade junge Menschen sich bereits früh mit Demokratie und Kommunalpolitik auseinandersetzen und sich beteiligen“, so Abel.

Wie es nun mit dem Busbahnhof weitergeht, muss man abwarten. Der Ball liegt nun im Feld der Verwaltung und des Gemeinderats.