Sie haben die nächsten zehn Jahre Jugendkunstschule „Kreisel“ besiegelt: Peter Schumacher (von links), Christian Ruf, Matthias Winter, Dorothee Eisenlohr, Jens Keucher und Johannes Waldschütz. Foto: Siegmeier

Die beteiligten Städte und Kommunen sichern den Fortbestand und die Finanzierung der Jugendkunstschule im Landkreis. Die Stadt Rottweil verdoppelt dabei ihren Zuschuss.

Sie ist ein Beispiel für hervorragende interkommunale Zusammenarbeit und ein Erfolgsmodell schlechthin: die Jugendkunstschule „Kreisel“ im Landkreis Rottweil, mit Hauptsitz in Oberndorf. Hunderte Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen besuchen die vielfältigen Kurse in Rottweil, Schramberg, Oberndorf, Sulz und Dunningen.

 

Hauptsitz in Oberndorf

Die Trägerstruktur der außergewöhnlichen und überaus erfolgreichen Bildungseinrichtung, die Verena Boos seit gut drei Jahren leitet, ist interkommunal, die Angebotsstruktur dezentral. Seit 2005 ist die Stadt Oberndorf Träger der Einrichtung. Betrieben wird der „Kreisel“ vom interkommunalen Kunstschulverbund zwischen Dunningen, Oberndorf, Rottweil, Schramberg und Sulz.

Kürzlich haben die beteiligten Oberbürgermeister und Bürgermeister in der Rotunde, dem Festsaal der Kunstschule, den Fortbestand und die Finanzierung für zehn weitere Jahre mit ihrer Unterschrift feierlich besiegelt.

„Ich freue mich, dass wir heute zehn weitere Jahre ‚Kreisel‘ einläuten dürfen“, betonte Verena Boos und dankte den beteiligten Städten und Kommunen für ihre positiven Gemeinderatsbeschlüsse. „Dass wir so einhellig von allen Seiten unterstützt werden, ist großartig. Auch für unsere Dozenten und das gesamte Team“, dankte sie.

Wertvolles Angebot

Alle waren sie gekommen, um ihre Wertschätzung und Unterstützung zu zeigen, allen voran natürlich Oberndorfs Bürgermeister Matthias Winter als Träger der Einrichtung, Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Rottweils Oberbürgermeister Christian Ruf, Bürgermeister Jens Keucher aus Sulz und Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher. Mit dabei war auch Kreisarchivar Johannes Waldschütz und sein Vorgänger im Amt, sowie „Vater der Kunstschulidee im Landkreis“, Bernhard Rüth.

„Es ist toll, in wie vielen unterschiedlichen Bereichen den Jugendlichen das künstlerische Schaffen hier nähergebracht wird. Das ist etwas ganz Wertvolles“, betonte Winter und dankte dem Team um Verena Boos, aber auch den beteiligten Kommunen für das Geleistete.

So viel steuern die Städte und Gemeinden bei

Alle Gemeinderäte hätten ohne Diskussionen der Kooperation und Unterstützung für die nächsten zehn Jahre zugestimmt. „Wir mussten hier nicht mal Überzeugungsarbeit leisten. Das freut uns natürlich besonders“, so Verena Boos. Und Rottweil habe seine Unterstützung sogar verdoppelt.

So steuert Oberndorf als Trägergemeinde 22 837 Euro bei, Schramberg 15 220 Euro, Rottweil ebenfalls 15 220 Euro und Sulz und Dunningen jeweils 7610 Euro. Vom Landkreis sind 31 250 Euro zugesagt.

Derzeit laufen in Oberndorf zwölf Kurse, in Schramberg acht, in Rottweil vier, diese sollen 2025 aber auf acht aufgestockt werden, in Dunningen und Sulz ebenfalls vier.

Vor 22 Jahren entstanden

Entstanden ist der „Kreisel“ vor 22 Jahren aus einer bürgerschaftlichen Initiative des Lions Clubs Rottweil in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung, den Städten Rottweil, Schramberg, Oberndorf und der Gemeinde Dunningen.

Präsident des Lions Clubs war seinerzeit Bernhard Rüth. Auch er ist begeistert von der Entwicklung und davon, dass nun nahezu 35 Jahre „Kreisel“ gesichert sind und die Bildungseinrichtung im Kreis fest etabliert ist. Ganz vielfältig sind die Kursangebote, die durchweg gut angenommen werden. Für manche Kurse gibt es sogar Wartelisten.