Es gibt sie echt – Hexen, Mumien und Zombies. Der „Kunstkreisel“ hat sich für Halloween in die Burg Mauserschreck verwandelt. Hier ein Einblick, was sich hinter der Burgwand verbirgt.
Ein Blick durch die Fenster des Hauses in der Mauserstraße 1 zeigt: Hier findet gerade zweifellos viel Leben statt. Kinder tragen riesige Kartonstücke durch die Gegend, basteln an den Tischen Skelette aus Papierstreifen oder streifen ihre mit Farbe verschmierten Hände an ihrer Kleidung ab, während sie überlegen, welcher Aufgabe sie sich als nächstes widmen wollen.
Seit diesem Dienstag bis heute, Freitag, verwandelt sich die Jugendkunstschule in die Burg Mauserschreck mit einer Geisterbahn. Der Anlass: Halloween und ein dazu passend gestaltetes Ferienprogramm.
Zwar habe die Kunstschule schon mehrere Angebote in Ferien geplant, dass sich aber das Gebäude in die Burg Mauserschreck mit Geisterbahn verwandele, das sei Premiere, erzählt Leiterin Verena Boos. Und was in der Halloween-Burg gebastelt wird, erzählen Verena Boos und die achtjährige Alisa, die in die Rolle einer Pressesprecherin reingeschlüpft ist.
Mit einfachem Handwerk gruselige Deko
Roten Särgen aus Pappe wird der letzte Feinschliff verpasst, riesige Spinnen aus Karton werden noch mit schwarzer Farbe bemalt, und gruselige Zombies entstehen gerade in der Werkstatt – und mittendrin hausen 20 kleine Künstler. Im Erdgeschoss und Keller wird gebastelt, was das Zeug hält. Das Ziel ist nämlich eine selbstgebaute und sieben Meter lange Geisterbahn.
Fleißig wurde dafür bereits in den vergangenen Tagen gewerkelt. Dabei kann man sich echte Inspiration nehmen, aus welchen Materialien man Dekoration selbstbasteln kann. Die achtjährige Alisa aus Rottweil erzählt, dass beispielsweise Skelette aus Papierstreifen gefriemelt, Schaufensterpuppen in Mumien umfunktioniert und Riesenspinnen aus Karton gebastelt wurden.
Verena Boos erklärt, das Programm würde „Burg Mauserschreck“ heißen, weil das Haus in der Mauserstraße 1 steht. Einen konkreten Bezug zur früheren Firma Mauser in Oberndorf habe die Bezeichnung aber nicht.
Alisa berichtet, dass sich heute an Halloween die meisten der Kinder in Hexen oder Skelette verwandeln würden. „Ich selbst gehe aber als Hexenspinne – eine Hexe mit Spinnenschleier“, kündigt die Achtjährige an, während sie in der Hexenküche gelbe Watte im Kessel umrührt. Dann geht sie durch den Flur, wo ganze Stücke der Geisterbahn, die durch die Etage führt, bereits fertig stehen.
Alisa macht eine kurze Verschnaufpause vom Erklären neben der Mumie auf der Bank, und zeigt die Werkstatt im Keller. Dort schnitzt und schleift ein Teil der Kindergruppe gerade Schiebezombies mit dem Dozenten Holger Klein.
Hexen und Skelette erschrecken an Halloween
Wenn nicht gerade gebastelt wird, wird Musik gemacht. Alisa erzählt, dass jeden Morgen und Abend gemeinsam gesungen wird. Dafür sind die Dozenten Nicole Haeger und Holger Klein zuständig. „Als Impuls, um den Abend so zu beenden, wie man ihn am Morgen beendet hat“, wirft die Leiterin Boos ein. Und damit das Ferienprogramm auch berufstätige Eltern entlaste, wurde am Mittag für die Kinder gekocht – etwa Kürbissuppe, passend zur Jahreszeit.
Das fertige Werk samt Geisterbahn und Gruselkabinett präsentieren die verkleideten Hexen und Skelette heute an Halloween ihren Eltern und Familien – aber nicht, dass diese sich erschrecken, wenn eine Riesenspinne von der Decke herunterhängt oder eine Mumie im Sarg liegt.