Die Beteiligten der Jugendkunstschule freuen sich über die gelungenen Werke, die in der Zehntscheuer ausgestellt sind. Foto: Szymanski

Die Jugendkunstschule Balingen hat zum Ende ihrer Ausstellung mit Arbeiten von Kindern und Jugendlichen zu einem sommerlichen Abend in die Zehntscheuer eingeladen.

Ferienbedingt waren allerdings nicht viele Besucher gekommen. Das hielt aber weder Marita Linder-Schick, Leiterin der Kunstschule, noch die jungen Kreativen, die Familie Dürringer aus Balingen sowie Christopher Seng, Sprecher des Museums, davon ab, sich über die besondere Atmosphäre zu freuen.

Denn passend zur laufenden Präsentation zur Geschichte der Balinger Gartenschau haben sind die jungen Kreativen das Thema Natur ausgesucht. Den Dschungel zum Beispiel mit einem Pentaptychon. Also eintauchen in fünf außergewöhnlich gehängten Bildern in das besondere Licht, die leuchtenden Blumen, das Blätterwerk und die Geheimnisse des Urwalds. Denn Christian Bauer lässt auch dämonische Fratzen hervorlugen. Guilia Oehrle, Anna Bauer und Mila Ott malten neben Blumen und Pilzen Tiere auf ihre Acrylbilder. Ein maisgelbes Band, das einen Weg symbolisieren soll, verbindet die fünf Arbeiten.

Eine mutige Farbgebung

Dabei sticht das Exponat der 20-jährigen Lilian Dürringer durch seine detailtreue und mutige Farbgebung ein wenig hervor. Kein Wunder: „Ich male im Rahmen der Kunstschule seit zehn Jahren, und zwar mit viel Spaß“, sagte sie. Ihre Dozentin zog anerkennend die Augenbrauen hoch: „Ich freue mich darüber, was diese Gruppe vollbracht hat. Liebevoller Träumerei würde ich diesen Zyklus nennen.“

Während Lilian schon einen Beruf gewählt hat, nämlich Sonderpädagogin, weiß ihre ambitionierte Malerkollegin Guilia noch nicht so genau, wo es langgeht. In den Ferien hat sie erst einmal das Kunstschul-Camp in Biberach besucht und überlegt, vielleicht Grafik oder Design zu studieren. „Malen ist für mich so ein freies Gefühl“, sagt sie.

Garage voller Bilder

Das empfindet auch Herbert Dürringer aus Engstlatt, der Großvater von Lilian. Seine Profession ist die Aquarellmalerei. „Eine ganze Garage voll mit Bildern habe ich. In der Wohnung ist keine Wand mehr frei“, verrät er und schaut sich die kreisrunden Medaillons an, die Kinder von sechs bis zwölf Jahren mit Mischtechniken mit fantasievollen Schmetterlingen bemalten.

Bei Jahres-Ausstellung 2024 dabei

Schulleiterin Linder-Schick kam auch auf den Korbweiden-Pavillon in den Erlebnisauen auf der Gartenschau zu sprechen, der nun Wurzeln geschlagen hat und grünt. Diese natürliche Laube, die Erlebnis-Pädagoge Erich Priel mit vielen Kindern und Eltern schuf, bleibt auf dem Gelände. Linder-Schick wies darauf hin, dass das neue Semester am 11. September beginnt, und das Institut für Kinder ab vier Jahren sowie Jugendlichen bis 21, kostenfreie Schnupperstunden anbietet. Mit Christopher Seng hat sie vereinbart, dass sich die Kunstschule an der Jahres-Ausstellung 2024 zum Thema „Bildung“ beteiligt.