Im Jugendhaus Bohrturm in Bad Dürrheim stehen Veränderungen an, nicht nur die personelle Situation wird neu gestaltet.
Das Jugendhaus Bohrturm erlebt in den letzten Monaten spannende Zeiten. Seit dem Weggang der Leiterin des Jugendtreffs Isabel Höldke hat man noch immer keinen Ersatz finden können.
Sobald das neue und moderne Konzept steht und durchgeführt werden kann, soll die Stelle neu besetzt werden.
Aufgrund von Drittmitteln wird zurzeit überlegt, Personal in einem größeren Umfang einzustellen.
Nutzung trotz aktueller Schließung
Auch weiterhin bleibt der Regelbetrieb im Jugendhaus geschlossen, Programme finden trotzdem statt: Mit internen Workshops, Sozialtrainings von Schulklassen oder dem Elterncafé von „Prokids“ ist der Jugendtreff weiterhin in Nutzung.
Die Ferienprogramme im Bohrturm fanden ebenso wie angekündigt statt und auch in Zukunft wird sich daran nichts ändern. Einzige Ausnahme sind die Sommerferienprogramme. Die ganztägige Betreuung gilt als besonderes Aushängeschild, und die Stadt Bad Dürrheim möchte ausdrücklich daran festhalten. Stattfinden werden sie nun jedoch auf der Wiese der Realschule am Salinensee und nicht mehr, wie zuvor im Jugendhaus.
So soll der Jugendtreff modernisiert werden
Gemeinsam mit der Fôret-noire-Stiftung arbeitet die Stadt Bad Dürrheim zurzeit intensiv an einem neuen Konzept für die Zukunft im Jugendhaus Bohrturm. Anfang des Jahres soll dies dem Gemeinderat vorgestellt werden. Die Stoßrichtung ist klar: Das Jugendhaus soll zu einem offenen und modernen Campus umgestaltet werden.
Die Gründung eines Trägervereins oder einer vergleichbaren Struktur ist zudem geplant, dieser soll Verantwortung übernehmen und das Angebot dauerhaft mit Leben füllen.
Jugendliche konnten sich im Rahmen eines Beteiligungsprojekts bei der Aktion „Döner & Beats“ selbst mit einbringen. Dazu wurde ein Ideenwettbewerbs in Kooperation mit der Fôret-noire-Stiftung organisiert, bei dem die Jugendlichen sich engagieren und Ideen sowie Wünsche ausdrücken konnten. Die Meinungen der Jugendlichen sowie anderen Bürgern sind ein wichtiger Teil für die Gestaltung des neuen und modernen Jugendtreffs. Die Hintergründe hierfür sind die Bedürfnisse junger Menschen, sie wollen sich beteiligen, selbst Impulse setzen und die Räume flexibel nutzen. Das sei in einem klassischen Jugendhaus in der Form nicht möglich. Der Jugendcampus soll genau diese Anforderungen erfüllen.