Ob es in der nahen Zukunft noch zwei Hallenbäder gibt, wird am Sonntag entschieden. Foto: BVS

Der Bürgerentscheid beschäftigt die Menschen in VS seit Wochen. Nun spricht der Jugendgemeinderat über Aspekte für und gegen das gemeinsame Bad. Doch auch hier gibt es verschiedenen Meinungen.

Wasser gab es in den vergangenen Wochen genug und trotzdem kann am Sonntag für mehr Wasser gestimmt werden. Doch hier handelt es sich um den Bürgerentscheid zum Schwimmsportzentrum.

 

Seit mehreren Monaten beschäftigt das Thema ganz VS. Sollen in die bestehenden und teils alten und renovierungsbedürftigen Hallenbäder investiert werden oder wird das Schwimmen in Villingen-Schwenningen mit einem gemeinsamen Schwimmsportzentrum optimiert? Diese Frage stellte unsere Redaktion dem Jugendgemeinderat VS. Und das sind die Meinungen einiger der Mitglieder:

Nelly Meckes Die Jugendgemeinderätin Nelly Meckes spricht sich klar für ein gemeinsames Hallenbad aus. „Für mich sprechen einige Punkte dafür, es gibt mehr Wasserflächen und damit mehr Optionen für Schwimmunterricht in den Schulen, außerdem gibt es dadurch auch abgesehen vom Schulunterricht mehr Platz, um Kindern das Schwimmen beizubringen.“

Bessere Trennung der Becken

Ein weiterer Vorteil der größeren Schwimmfläche sei für sie auch die bessere Trennung von Badegästen und Vereinen, die sich zur selben Zeit im Hallenbad befinden. Dies könne dann in verschiedene Becken aufgeteilt werden. Außerdem ist sie sich sicher, dass das Schwimmsportzenrum auch dem Klosterhof und der dortigen Boulderhalle als Begegnungszentrum für Jugendliche zuspielen würde.

Standort wird als kritisch betrachtet

Tim Dippong Anders hingegen sehen das zwei ihrer Ratskollegen. Aufgrund der Erreichbarkeit ist Tim Dippong gegen ein gemeinsames Schwimmsportzentrum. „Besonders kritisch sehe ich die schlechten Busanbindungen, die den Zugang zum Schwimmsportzentrum für viele Jugendliche erschweren würden.“ Zudem spricht er neben dem Standort die negativen Umweltauswirkungen an, die eine Flächenversiegelung mit sich bringen. Aber er sieht auch die gute Möglichkeit das Schwimmsportzentrum in das Konzept mit dem Skatepark zu integrieren.

Marie Dapper Marie Dapper sieht den Standort ebenfalls als kritisch an. Der Standort des Villinger Hallenbads sei nicht nur für den schulischen Schwimmunterricht, sondern auch für die private Nutzung leicht erreichbar.

Weite Wege für umliegende Teilorte

Hierbei spricht sie vor allem auch die umliegenden Ortsteile an, bei der Senioren, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen seien. „Die Aussicht, für einen Schwimmbadbesuch insgesamt zwei Stunden unterwegs zu sein, beispielsweise bei einer Hin- und Rückfahrt aus Pfaffenweiler, erschwert mir den positiven Blick auf ein gemeinsames Schwimmsportzentrum. Eine vor allem für demographische Randgruppen unpraktische Entscheidung aufgrund von Kosten- und Wettbewerbsvorteilen zu treffen, widerspricht meiner Vorstellung von einer gemeinsamen und inklusiven Stadt.