Der Jugendgemeinderat Villingen-Schwenningen ging top motiviert, engagiert und fokussiert in seine jüngste Sitzung im Museumsquartier Bürk in Schwenningen.
Er machte einen weiteren Schritt, das städtische Angebot vor allem für die junge Generation entsprechend seinen Vorstellungen ein Stück weit attraktiver zu gestalten.
Museumsleiter Stephan Rössler präsentierte seine Vorstellungen von einem interaktiven Museum und erläuterte anhand der „Stadtträume“ -Ausstellung über Schwenningen, was er damit meint. Seine Devise, dass sich Kreativität, Kunst, Ökologie und Nachhaltigkeit in einem lebendigen Museum nicht widersprechen, harmonierte mit der folgenden Sitzung des Jugendgemeinderats.
Kulturamtsleiter Lutz Schwarz brachte Auszüge aus der neuen Spielzeit von den Bühnen der Stadt mit. Exemplarisch zeigte er an Veranstaltungen, wie dem Aufritt des Bridge-Kammerorchesters oder den top aktuellen Generation Z Musical „Danke für Nichts“ auf, dass die Zeiten, in denen Theater, Musik und Kunst als verstaubt galten, der Vergangenheit angehören.
Festival Ende September
Jonathan Kühner, Vorsitzender des Jugendgemeinderats führte zügig durch die Tagesordnung. Das mit Abstand größte Projekt, das der aktuelle Jugendgemeinderat bislang auf den Weg bringt, ist das Chili con culture Festival, das am 29. und 30. September im Kultur- und Jugendzentrum Klosterhof jungen, motivierten Künstlern und Bands die Chance gibt, sich und ihre Sounds bis tief in die Nacht zu präsentieren. Namhafte Bands wie „Lieber Anders“ wirken genauso mit wie solche, die am Anfang ihrer Karriere stehen. „Wir erhoffen uns mindestens drei- bis vierhundert Zuhörerinnen und Zuhörer, welche mit uns die Premiere dieses Indoor-Festivals feiern“, fiebert Elias Wenzler diesem Event entgegen. Tickets unter www.chiliconculture.de.
Erstaunt reagierten die Jugendlichen auf den Plan, der für den Generationenpark Salinenfeld in Schwenningen eine abgespeckte Version ohne die ursprünglich vorgesehene Trendsportart Parkour vorsieht. Ratsmitglied David Dressel berichtete von einer Stimmungslage, die anstelle des stilbildenden Elements den Bau einer WC-Anlage und die Einsparung von 300 000 Euro gegenüber der Maximalvariante vorsieht. Die Jugendlichen hoffen, im weiteren Verlauf auf mehr Mitspracherecht unter Berücksichtigung ihres ursprünglichen Votums für Parkour.
Veganes Essen
Hinsichtlich der Einführung von veganem Essen in den Schulmensen oder der Verteilung kostenloser Hygieneartikel in den Schulen steht eine Antwort der Stadtverwaltung noch aus.
Einen Schritt vorwärts ging es in Bezug auf die Beleuchtung des Skaterparks im Klosterhof, die gemäß Beschluss des Jugendgemeinderats von Ende April/Anfang Mai bis Oktober von 22 auf 24 Uhr verlängert werden soll.
Der Imagewerbefilm für eine Mitwirkung im Jugendgemeinderat ist nun fertig und eine gute Vorbereitung auf die kommenden Neuwahlen im November. Zudem präsentiert der Jugendgemeinderat seine Arbeit demnächst auf dem Latschariplatz in Villingen.
Die Verlängerung des Beachvolleyballfeldes am Bahnhof stellt sich gemäß Auskunft des Grünflächen- und Tiefbauamts eher als schwierig heraus. Hoffnungsvoller sieht es bezüglich der Einrichtung eines Fußballfelds beim Umweltzentrum auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände aus.