Noch bis zum 19. November sind Jugendliche aus VS aufgerufen, ihre Vertretung zu wählen. Foto: Daniela Schneider

15 junge Menschen kandidieren für die Amtszeit 2026/2027 des Jugendgemeinderats Villingen-Schwenningen. Alle hoffen auf eine verbesserte Wahlbeteiligung.

„Geh wählen!“ steht auf den Plakaten zur Jugendgemeinderatswahl. Dieser unmissverständliche Aufruf richtet sich an junge Leute in VS, ergänzt um den Zusatz: „Weil wir Zukunft sind“ und „Weil du Zukunft bist.“

 

Bislang war die Beteiligungsrate an der Wahl des Jugendrates doch meist recht ernüchternd gewesen – umso mehr setzen die Verantwortlichen alles daran, dass sich dieses Mal daran etwas ändert.

Eines war bei der aktuellen Wahl wiederum schon im Vorfeld ermutigend: Dass sich 15 Bewerberinnen und Bewerber fanden, die für die Amtszeit 2026/2027 alle in dem Gremium mitwirken möchten. Wer von ihnen es dort rein geschafft haben wird, wird man am 20. November wissen, denn dann sollen die Ergebnisse im Jugendhaus K3 gegen 17 Uhr bekannt gegeben werden.

7439 Personen sind wahlberechtigt, wie Simon Höge von der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung im Gemeinderatsausschuss für Jugend, Bildung und Soziales berichtete. Aus den Reihen des bisherigen Jugendgemeinderats treten wieder fünf Personen an, die übrigen zehn Bewerbenden sind neu an Bord.

Wahl endet am 19. November

Abstimmen können die wahlberechtigten Jugendlichen noch bis zum 19. November. Der Wahltermin wurde vom aktuellen Gremium festgelegt, die Organisation liegt bei der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung im Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport.

Die Wahlunterlagen wurden am 3. und 4. November zusammen mit einem persönlichen Anschreiben von Oberbürgermeister Jürgen Roth und dem amtierenden Jugendgemeinderat verschickt. Zeitgleich öffnete das Online-Wahltool, über das alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben können. Die Wahl endet am 19. November um 18 Uhr.

Simon Höge von der städtischen Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung berichtet im zuständigen Gemeinderatsausschuss über die anstehende Wahl des Jugendgemeinderats. Foto: Daniela Schneider

Es habe eine enge Zusammenarbeit zwischen Jugendgemeinderat und der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung gegeben, so die Stadtverwaltung.

Um möglichst viele Jugendliche zum Mitmachen zu motivieren, setzte man auf eine breite Öffentlichkeitskampagne: Neben Pressemitteilungen und Social-Media-Beiträgen wurden zum Beispiel Plakate in Schulen, Jugendhäusern, Bussen und Hochschulen aufgehängt. Auch bei der Veranstaltung „Talk am Tresen“ im Jugendhaus K3 wurde für die Kandidatur geworben. Unterstützt wurde die Werbeaktion auch vom aktuellen Jugendgemeinderat, der mit eigenen Social-Media-Beiträgen und Schulbesuchen für Aufmerksamkeit sorgte.

Wie stark die Wahlbeteiligung sein wird, weiß man zum jetzigen Zeitpunkt laut Simon Höge noch nicht. Er und auch die jungen Leute, die in den Prozess mit eingebunden sind, sind umso mehr gespannt, wie sich die Bemühungen auszahlen werden.

Beste Wünsche aus dem Gemeinderat

Aus den Reihen des Gemeinderats wünschte Katharina Hirt (CDU) den Beteiligten, „ dass die Wahlbeteiligung dementsprechend hoch ist.“ Sie finde es beachtlich, dass sich 15 Kandidatinnen und Kandidaten gefunden hätten. Auch aus den anderen Fraktionen kamen viel Anerkennung für das bisher Geleistete und die besten Wünsche für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung.

Nicola Schurr (SPD) erwähnte im Übrigen die „spannende Debattenkultur“ im Jugendgemeinderat, die er immer mal wieder erlebt habe, wenn er bei den Sitzungen habe dabei sein können. „Da kann man sich manchmal eine Scheibe abschneiden“, meinte er und dankte außerdem der Verwaltung, die sich im Hinblick auf die Begleitung des Jugendgemeinderats „dahinterklemmt“, so Schurr.

Lob für den Mut

Die Jugendgemeinderäte, die sich auch in den Sitzungen des Gemeinderats engagiert zu Wort meldeten, lobte er zudem ausdrücklich für deren Mut. Und Oberbürgermeister Jürgen Roth meinte abschließend: „Ich kann mich dem nur anschließen: Es macht Spaß, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“.