Gruppenarbeit im „World-Café“ mit Jugendsozialarbeiterin Jennifer Schilling (hinten links) Foto: Sabine Stadler

Die Wünsche der Jugendlichen in ihrer Gemeinde müssen nicht immer teuer sein und viel Platz brauchen, wie die Teilnehmer des Jugendforums in Pfalzgrafenweiler bewiesen. Ihnen geht es vor allem um ein ganz praktisches und eher bescheidenes Anliegen.

Bereits zum fünften Mal hatte Jugendsozialarbeiterin Jennifer Schilling zu einem Jugendforum in Pfalzgrafenweiler eingeladen. An dem dreistündigen Nachmittag, moderiert von Kim Helfgott und Elif Karayagiz vom Dachverband der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg, beteiligten sich neben dem Jugendreferenten der evangelischen Jugend, Alfred Heß, 17 männliche und fünf weibliche Jugendliche aus dem Kernort und den Ortsteilen.

 

Die Zwölf- bis 19-Jährigen wurden von Jugendsozialarbeiterin Jennifer Schilling und Bürgermeister Dieter Bischoff in der Festhalle begrüßt und auf das Forum eingestimmt. Dabei ging Bischoff auch auf bereits realisierte Projekte aus den ersten vier Jugendforen ein, etwa den Pumptrack.

Die beiden Moderatorinnen Helfgott und Karayagiz stellten den Programmablauf vor und starteten mit einem spielerischen Kennenlernen und gegenseitigen Beschnuppern in den Nachmittag.

Was stört – was bewegt?

Die erste Themenstellung unter der Überschrift „WorldCafé“ war auf großen Tafeln zu lesen. An diesen Tafeln agierten die Jugendlichen in drei Gruppen.

Sie beantworteten die drei Fragen, was in Pfalzgrafenweiler stört, was begeistert und was in der Gemeinde bewegt und brachten all dies als Diskussionsgrundlage zu Papier. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde im Plenum über die drei Gruppenarbeiten gesprochen, dann wurde priorisiert und eruiert, was umgesetzt werden könnte.

Der Fokus lag dabei an vorderster Stelle auf der Öffnung des Hartplatzes für Jugendliche. Die Jugend denkt dabei an eine Ausdehnung der Zeitfenster, um längere Öffnungszeiten zu ermöglichen.

Skate-Anlage zurückgestellt

Dies soll im Anschluss an das Jugendforum mit der Gemeindeverwaltung und den Vereinen besprochen werden. Jennifer Schilling wird die Gruppen im Prozess um die Hartplatzöffnung über die Schul-App, den Schulmanager, begleiten und informieren.

Die Jugend würde sich zwar wünschen, dass es in Pfalzgrafenweiler eine Skate-Anlage für sie gäbe, stellte diesen Wunsch aufgrund der Kosten und des benötigten Platzes jedoch zurück. Aus denselben Gründen wurde auch der Wunsch nach einem Kunstrasenplatz im Verlauf des Nachmittags als „nicht mehr so wichtig“ betrachtet.

Konstruktiver Verlauf

„Durch die Gruppenarbeit entwickelte sich ein guter Prozess“, sagte Jugendsozialarbeiterin Schilling zum konstruktiven Verlauf des Jugendforums. Die Moderatorinnen vom Dachverband der Jugendgemeinderäte gingen auf die einzelnen Themen ein. Sie sprachen mit den Jugendlichen darüber, inwieweit Wünsche oder Veränderungen realisierbar sind.

Die in den Gruppen erarbeiteten Themen wurden zum Ausklang des fünften Jugendforums präsentiert. An der Präsentation nahm auch Bürgermeister Bischoff mit großem Interesse teil.