Juliane König-Birk erläutert die Frage, wie batterieelektrische Züge funktionieren.Foto: König-Birk Foto: Schwarzwälder Bote

Wissen: Ferienaktion im Jugendforschungszentrum

Nagold. Hochkarätige Professoren sind beim Junior-Campus in Nagold zu Gast. Wer Lust hat zu forschen und zu experimentieren, und einmal Uni-Luft zu schnuppern ist beim Jugendforschungszentrum genau richtig. Vom 10. August bis zum 12. September können Kinder und Jugendliche Vorlesungen und Workshops besuchen – und natürlich jede Menge lernen und ausprobieren. Dabei halten echte Professoren Vorlesungen extra für Kinder. Da gibt es oft spannende Themen, etwa: "Wie funktionieren batterieelektrische Züge" oder "Wie lernt man Verbrechen aufzuklären", oder "Warum ich mein Sparschwein füttern sollte."

 

Workshop 1 ist bereits am Dienstag, 10. August, von 10.30 bis 12 Uhr für Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren. "Wie funktionieren batterieelektrische Züge?" lautet die Forscherfrage. In Baden-Württemberg werden 2023 erstmals batterieelektrische Züge eingesetzt. Mit dieser innovativen Technik ist eine Elektrifizierung von Bahnstrecken auch ohne durchgängige Oberleitung möglich. Im Ferienangebot des Jugendforschungszentrums erläutert Juliane König-Birk, Dekanin der Fakultät für Technische Prozesse, Heilbronn, was Batterien und Magnetfelder miteinander zu tun haben. Anschließend wird ein Batteriezug gebaut, der ganz von alleine fährt.

Workshop zwei steht am Dienstag, 17. August, von 10.30 bis 12 Uhr für Jugendliche ab zwölf Jahren an. Thema: "Polizeipsychologe und Profilier – Ein Beruf wie im Film?" Adolf Gallwitz ist Psychologe und Soziologe an der "Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen" und wird im Ferienprogramm mit den Juniorstudenten, praktische Fälle aus der Polizeiarbeit lösen. Also aufgrund des Verhaltens eines Täters ein Phantombild aufbauen und Vermutungen darüber anstellen, welche Persönlichkeitsstruktur dieser Mensch haben könnte, welches Alter, welchen Bildungsgrad und welche Lebensgewohnheiten. All dies geschieht, um über den Menschen Aussagen machen zu können, um ein Verbrechen aufzuklären.

Vorlesung drei ist am Dienstag, 31. August, von 11.30 bis 12.30 Uhr (ab acht Jahre). Gemeinsam geht man der Frage nach "Warum ich mein Sparschwein füttern sollte!" Carela Aprea von der Universität Mannheim setzt sich für die finanzielle Allgemeinbildung von Kindern und Jugendlichen ein. In dieser Vorlesung thematisiert sie, was Kinder sich wünschen, wofür sie ihr Geld ausgeben und welche Tipps man beim Umgang mit Geld berücksichtigen kann. Dabei sollen die Kinder aktiv eingebunden werden und unter anderem auch von ihren eigenen Erfahrungen im Umgang mit Geld erzählen.

Die Veranstaltungen finden im Jugendforschungszentrum in Nagold, Vogelsangweg 3 statt. Anmelden kann man sich telefonisch 07452-6003242 oder nagold.ferienprogramm-online.de/