Eigentlich war er weg vom Vorsitz des Jugendförderungswerks. Doch Markus Lauffer könnte wieder zurück an die Spitze kommen, wenn ein anderer sich zurückziehen würde.
In der zweiten Novemberhälfte stand die Entscheidung fest. Markus Lauffer, Vorsitzender des Jugendförderungswerks Villingen-Schwenningen, zieht sich von seinem Vorstandsposten zurück: Er legte sein Amt zum 19. November nieder.
„Die Entscheidung ist im Rahmen einer internen Neuausrichtung getroffen worden und folgt dem Ziel, klare Strukturen und einen arbeitsfähigen Übergang zu sichern.“
Knapp zwei Wochen später sickerte anderes durch. Eigentlich steht er mit einem Bein schon wieder im Vorstandsteam.
In der zweiten Dezemberwoche bestätigte er teilweise das, was derzeit kursiert, im Gespräch mit unserer Redaktion: Unter bestimmten Bedingungen, so Markus Lauffer, könne er sich nochmals vorstellen, als Vorsitzender weiterzumachen. Vorstandsmitglieder, Lauffer spricht von 85 Prozent, hätten ihn zum Überdenken seiner Entscheidung ermutigt.
Entscheidung im Januar
Ob oder nicht, das hänge mit einer einzigen Person zusammen, mit dem amtierenden zweiten Vorsitzenden, Dieter Sirringhaus, mit dem er sich eine weitere Zusammenarbeiten nicht mehr vorstellen könne. Eigentlich hatte sich sein Engagement für das Jugendförderungswerk, das auch die Veranstaltungslocation Klosterhof betreibt, erübrigt. Eigentlich. Denn im Gespräch mit Lauffer wird eines deutlich. Seine Entscheidung steht und fällt mit der seines Stellvertreters.
Wie die personelle Ausrichtung des Jugendförderungswerks aussieht, das entscheidet sich offiziell am 12. Januar, am Tag der Hauptversammlung. Was ist vorgefallen, dass Markus Lauffer seine Vorstands-Zukunft mit dem Rückzug einer einzigen Person verknüpft? In seinen Aussagen klingt jedoch an, dass es nicht nur darum geht, dass die Chemie zwischen zwei Menschen nicht wirklich stimme. Es gehe auch um Rechtliches und um mit der Stadt getroffene Nutzungsvereinbarungen.
Rückzug geplant
Welche Ambitionen hat sein derzeitiger Stellvertreter: Dieter Sirringhaus’ Aussage auf Anfrage unserer Redaktion war klar: Er plane, sich aus dem Jugendförderungswerk zurückzuziehen. Nicht nur aus Altersgründen, Sirringhaus wird noch im Dezember 79 Jahre, er wolle sich auf andere Aufgaben konzentrieren. Und ergänzend knapp formuliert: Wenn Markus Lauffer wieder komme, dann ziehe er sich zurück.
Steht er ab Mitte Januar weiter an der Spitze, sieht Markus Lauffer Korrekturbedarf bei dem, was im Klosterhof läuft. Der Klosterhof soll wieder deutlich stärker als bisher zu dem werden, was er ursprünglich sein sollte: eine Location für Jugendliche.
Familien als Schwerpunkt
Nichts gegen Heavy Metal und entsprechende Events, wie sie im Jahr 2025 doch prägend waren, aber „nicht in der Häufung und auch nicht mit Bands aus der ganzen Welt. Wir haben auch gute Metal Bands in der Region“, erläuterte er. Ein weiterer Schwerpunkt sollen auch Veranstaltungen für Familien sein.