Deborah Trommer hat ihre Stelle in der Wildberger Stadtjugendpflege angetreten. Foto: Trommer

In der offenen Jugendarbeit in Wildberg gibt es ein neues Gesicht: Deborah Trommer. Zum November hat die 24-Jährige die 30-Prozent-Stelle bei der Bruderhausdiakonie angetreten.

Wildberg - An der evangelischen Hochschule Freiburg hat Deborah Trommer jüngst ihren Bachelor in Sozialer Arbeit gemacht. Die Stelle in Wildberg ist ihre erste als examinierte Fachkraft. Im ehrenamtlichen Bereich konnte die junge Frau schon Erfahrung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sammeln. Bei den Stadtpiraten Freiburg hat sie mit Kindern mit Migrationshintergrund gearbeitet. In ihrem derzeitigen Wohnort Altburg engagierte sie sich in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit.

Wildberg überzeugt sie sofort

Für ihre erste Festanstellung hat sich Deborah Trommer bei der Bruderhausdiakonie beworben. Ihr Vorgesetzter, Markus Neumann, legte ihr daraufhin die Stelle in der Schäferlaufstadt nahe. Deborah Trommer sah sich die Stadt und die Kollegen näher an und war sofort überzeugt: "Das passt, das ist das richtige Arbeitsfeld für mich."

An der offenen Jugendarbeit findet sie spannend, dass man "Jugendliche zum Lernen außerhalb der Schule anregen kann". Dort könnten Kinder "viel über sich selbst und den Umgang miteinander lernen". Sie kommen mit anderen Cliquen und Nationalitäten in Kontakt, es kommen andere Gruppen zusammen, "die es gilt, zu vereinen".

Jugendliche sollen sich einbringen

Dazu kommt die Gestaltung neuer Angebote, wobei Interessen der Jugendlichen aufgegriffen werden. Sie sollen sich selbst einbringen können, während die Stadtjugendpfleger eigene Angebote auf die Beine stellen, die vielleicht Neugierde wecken, etwas Neues auszuprobieren. Etwas zu gestalten, trage zum Selbstbewusstsein und zur Selbstwirksamkeit der Jugendlichen bei.

Bislang hat Deborah Trommer die Kollegen im Rathaus kennengelernt und dabei gesehen, an wen sie sich wenden kann, wenn sie etwas braucht. Die Stadtverwaltung unterstütze sie hier in allen Bereichen. Im Bildungszentrum konnte sie bereits die ersten Schüler kennenlernen. Den bisherigen und den neuen Jugendtreff hat sie sich auch schon angeschaut. Da steht demnächst der Umzug an. Ein tolles erstes Projekt, findet Deborah Trommer. "Da kann man sich kreativ austoben und die Jugendlichen gleich mitnehmen."

Offenes Sportangebot

Sie und Miriam Weißer wollten vor der Neueröffnung aber schon "etwas starten". Deswegen riefen sie ein offenes Sportangebot in der Sporthalle am Bildungszentrum ins Leben. In den sozialen Medien machen sie mehr Werbung und haben sich beide schon vorgestellt. Wichtig sei jetzt "Vernetzungsarbeit, dass wir uns zeigen und sagen, wir sind da und man kann Kontakt zu uns aufnehmen".

Den Jugendtreff in Altensteig wollen sich Trommer und Weißer auch noch anschauen. Dieser habe eine vergleichbare Größe, und vielleicht ließen sich dort ja Inspirationen für Wildberg finden.