Verena Boos, Leiterin der Jugendkunstschule Kreisel (hinten, von links), Udo Huber, Technischer Geschäftsführer der Stromversorgung Sulz, Street Art-Künstlerin Nicole Haeger und Klassenlehrerin Caroline Pfänder freuen sich gemeinsam mit den zahlreichen Künstlern der achten Klasse über das gelungene Projekt. Foto: Schneider

Die Schüler der Ivo-Frueth-Schule haben mit ihrem Kunstwerk an einem Umspannwerk in Sulz eine tolle Leistung hingelegt.

„Es ist toll, dass ihr diesen wüsten Betonklotz schöner gestaltet habt!“, bedankt sich Udo Huber, Technischer Geschäftsführer der Stromversorgung Sulz, bei der achten Klasse der Ivo-Frueth-Schule in Oberndorf. Was war geschehen?

 

Dank der tatkräftigen Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule „Kreisel“ haben die Schüler das Projekt verwirklichen können, das Umspannwerk vor der Sozialstation mit kräftigen Fassadenfarben zu gestalten.

Das Neckartal auf Kastell

Die einzelnen Wände, auf denen Menschen, Solarmodul und Windrad sowie Strom und Wasser abgebildet sind, symbolisieren die Aufgabenbereiche von Sozialstation, der Stromversorgung und der Stadtwerke. „Die Landschaft nimmt Bezug auf das Neckartal“, führt Huber weiter aus.

Dass die eigene Heimat eine Würdigung erfährt, ist klar – kommen die Schüler doch aus Sulz und Oberndorf. Doch drohte das Projekt, das auch die kommunale Wasserversorgung im Blick hatte, wegen anhaltender Regenfälle sprichwörtlich ins Wasser zu fallen.

„Wir mussten das Ganze um eine Woche verschieben, aber dann hat es doch wunderbar geklappt“, verrät Klassenlehrerin Caronline Pfänder. So schwangen immer je vier Schüler an drei Vormittagen den Pinsel – und an den Türen auch die Sprühdose.

Schüler freuen sich über Spende

„Ich habe quasi nur die Farben gemischt“, gesteht Street Art-Künstlerin Nicole Haeger. „Die meiste Arbeit ging von euch aus“, lobt sie die Schüler. Und bedankt sich für die tolle Mitarbeit auf eine ganz besondere Weise. „Ich mache eine Spende in eure Klassenkasse, damit ihr einen Ausflug machen oder einfach nur Pizza essen könnt“, verkündet sie.

Da will Strom-Chef Huber natürlich nicht zurückstehen. „Die Stadtwerke geben die gleiche Summe in den Spendentopf“, erklärt er spontan.

Und er hat schon gleich die nächsten Betonbauwerke seines Unternehmens im Kopf, als er sagt: „Ich kann mir vorstellen, dass wir so ein Projekt wieder machen.“