Jugendliche aus Jugendclubs aus dem nördlichen Landkreis Rottweil nehmen am Seminar in der „Linde 13“ teil. Foto: Bondzio

Gesetzliche Rahmenbedingungen, Finanzen, Eventplanung – Jugendliche lernen in der Oberndorfer „Linde 13“ wichtige Aspekte für die Selbstorganisation von Jugendtreffs.

Im Jugendtreff Linde 13 fand kürzlich das Seminar „Selbstorganisation offener Jugendtreffs“ statt. 20 Jugendliche aus den Jugendclubs Oberndorf, Bochingen, Beffendorf, Altoberndorf, Dornhan, Sulz und Holzhausen setzten sich einen Tag lang mit den Grundlagen zur Führung eines selbstverwalteten Jugendtreffs auseinander.

 

Nach einer gegenseitigen Vorstellung der Jugendtreffs, ging es um rechtliche Rahmenbedingen wie Jugendschutz, Aufsichtspflicht, Schutzauftrag und Hausrecht. Ergänzend dazu wurde auch die Wichtigkeit einer Hausordnung und eines Leitbildes besprochen. Besonders in kritischen Situationen bieten Hausordnung und Leitbild eine Grundlage, um schnell handeln zu können.

Woher kommt das Geld?

Angesprochen wurde auch das Thema Finanzen in einem Jugendraum. Welche Ausgaben und Einnahmen hat ein Jugendraum? Was trägt die Kommune, was nicht? Zudem wurde besprochen, wie man sich Projekte und Veranstaltungen fördern oder sponsern lassen kann.

Kritische Situationen

Nach der Mittagspause wurde in Rollenspielen das Verhalten in kritischen Situationen geübt. Das Durchspielen von unterschiedlichen Situationen bot die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung zu sensibilisieren sowie das eigene Verhalten zu reflektieren.

Auch der Umgang mit den sozialen Medien, sprich: „Wie stelle ich einen Jugendraum öffentlich dar, und welche Inhalte sind eher kritisch zu betrachten?“, war Thema.

Bei dem Punkt „Eventplanung“ bekamen die jungen Menschen erneut die Möglichkeit, sich selber auszuprobieren – anhand von vier Veranstaltungsideen, die sie stichpunktartig durchplanten.

Veranstaltet wurde die kreisweit ausgeschriebene Schulung vom Kreisjugendreferat Rottweil und dem Kinder- und Jugendbüro Oberndorf.