Ein breites Programm haben Schulsozialarbeiterin Sabine Huber und Jugendhausleiter André Wichert im vergangenen Schuljahr auf die Beine gestellt. Und sie haben schon neue Pläne.
Im vergangenen Schuljahr gab es für Schulsozialarbeiterin Sabine Huber an der Gemeinschaftsschule Neubulach einiges zu tun. Mittlerweile gibt es dort 750 Kinder und Jugendliche. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, berichtete Huber in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Neubulach. 90 Mal leistete sie Einzelfallhilfe. Zwölfmal beriet sie Lehrer und für 99 Schüler stellte sie Klassenprojekte auf die Beine.
Kreativität gefragt
Bei den offenen Angeboten baute Huber das Schülercafé auf. Drei mal in der Woche sind rund 130 Schüler zu Besuch. Es ist besonders für Schüler ab der siebten Klasse gedacht und eine Ergänzung zum sonstigen Angebot.
Zum Mädchentreff jeden Freitag kommen zwischen zehn und zwölf Mädchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren. Die Themen dürfen sich die Teilnehmerinnen selbst aussuchen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei geht es nicht nur um Kochen und Backen. André Wichert kümmert sich an der Gemeinschaftsschule um die Ganztagesbetreuung und leitet im Jugendhaus die offene Kinder- und Jugendarbeit. In den Sommermonaten hat das Jugendhaus im Durchschnitt 59 Besucher, im Winter sind es mit 72 etwas mehr. Um politische Bildung ging es beim Tag der Demokratie an der Gemeinschaftsschule. Mit einem Ausflug ins Polarion in Bad Liebenzell kam der Spaß nicht zu kurz.
Feedback atemberaubend
Im Ferienprogramm wurden im vergangenen Schuljahr 148 Kinder an 25 Tagen betreut. Der Schwerpunkt war in den Sommerferien. Beim Sommercamp vom 29. Juli bis 9. August wurden 83 Kinder täglich achteinhalb Stunden betreut. Bei den 42 Workshops engagierten sich auch die Vereine. „Das Feedback war atemberaubend“, freute sich Wichert bei der Vorstellung seiner Arbeit im Gemeinderat.
Für 2025 gibt es bereits einige Pläne. So organisiert das Jugendhaus-Team für den 14. März eine Talentshow. Darüber hinaus stehen digitale Projekte auf dem Programm wie zum Beispiel ein Podcast. Die Kulturwoche legt ihren Schwerpunkt auf die politische Bildung. Bei den Schutzkonzepten geht es darum, wie Gewalt und sexueller Missbrauch verhindert werden können. Zum Thema Müll ist ein Aktionstag geplant. Es gibt einen ganztägigen Ausflug mit Jugendhaus und Mädchentreff. Erneut auf dem Programm steht das bei allen Beteiligten so gut angekommene Sommercamp.
Viel Herzblut
Bürgermeisterin Petra Schupp zeigte sich begeistert von der Professionalität in der offenen und geschlossenen Jugendarbeit. „Das Sommerferienprogramm war der Wahnsinn“, lobte sie. Jeden Tag sei mit viel Herzblut ein Video gedreht worden. Auch Stadtrat Björn Ahsbahs berichtete davon, dass das Feedback auf das Ferienprogramm super gewesen sei – für eine so kleine Stadt wie Neubulach bemerkenswert.
Auch neue Gesichter
Stadtrat Achim Pfrommer wollte wissen, ob die Angebote immer die gleichen Personen annehmen würden. Wichert antwortete, dass etwa 50 Prozent der Besucher bekannte Gesichter seien.