Ruben Müller aus Oberndorf will beim SC Freiburg Fußballprofi werden. Foto: SC Freiburg

Eine gute Jugendarbeit ist heute nicht mehr unbedingt ein Qualitätsmerkmal eines erfolgreichen Proficlubs. Beim SC Freiburg wird die Entwicklung eigener Talente weiter großgeschrieben und das mit durchschlagendem Erfolg. 

Der SC Freiburg war Ende der 90er-Jahre einer der ersten deutschen Proficlubs, der sich bewusst als Ausbildungsverein aufstellte. In einer guten Nachwuchsarbeit sahen die SC-Verantwortlichen schon damals eine Chance, strukturelle Wettbewerbsnachteile in der Region auszugleichen, und den SC Freiburg somit langfristig in der Bundesliga zu etablieren.

Die Freiburger Fußballschule

Bis heute genießt die Freiburger Fußballschule (FFS) in Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf als Ausbildungsstätte – und wurde auch als solche zertifiziert. Das positive Renommee ist zum einen auf die gute sportliche Arbeit des Vereins zurückzuführen. Entscheidenden Anteil haben aber auch das Konzept der dualen Ausbildung sowie das gesellschaftliche Engagement des Sport-Clubs, um den Verein weiter in der Region zu verankern. 

Ganz nahe an den Profis

Ein wichtiger Baustein der Nachwuchsarbeit des SC Freiburg war von Beginn an die sehr enge Verzahnung seiner Fußballschule mit der Profiabteilung. Durch die hohe Durchlässigkeit hatten und haben Talente in Freiburg meist größere Chancen, den Sprung in den Profibereich zu schaffen als an vielen anderen Standorten – zumal auch die Freiburger Cheftrainer traditionell verstärkt auf eigene Talente setzen. 

Auch Ruben Müller will Profi werden

Mit seinen 17 Jahren hat der Oberndorfer Ruben Müller schon einen klaren Karriereplan. Beim U19-Turnier wurde er gefragt, wo er sich in fünf Jahren sieht. Seine Antwort: "Bundesligaprofi beim SC Freiburg." Und dieses Szenario ist wohl bei keinem anderen Bundesligisten so realistisch, wie bei den Breisgauern. Die Durchlässigkeit vom Nachwuchs- zum Profibereich wird innerhalb des Vereins durch zahlreiche Maßnahmen im Arbeitsalltag gelebt, abgesichert und weiterentwickelt.

Gute Trainer und gute Ideen

So trifft sich beim SC Freiburg der Trainerstab der Profis regelmäßig mit dem Leitungsteam der Fußballschule und den verantwortlichen Nachwuchstrainern aus dem Leistungsbereich (U17 bis U23): Dabei steht die Entwicklung der einzelnen Nachwuchsteams und -Spieler gleichermaßen im Fokus wie die kritische Überprüfung der Konzepte sowie die gemeinsame Entwicklung neuer Arbeitsansätze und Perspektiven.

Vom Nachwuchsspieler zum SC-Kapitän

Exemplarisch für die hohe Durchlässigkeit aus der 2001 erbauten Fußballschule stehen in Freiburg ausgebildete Eigengewächse wie Christian Günter oder Matthias Ginter. Sie reiften im Laufe ihrer Karriere zu Top-Bundesligaspielern und spielten sogar für die deutsche Nationalmannschaft. Ehemalige Fußballschüler im aktuellen SC-Profi-Kader sind: Christian Günter, Nicolas Höfler, Jonathan Schmid, Yannik Keitel, Nico und Keven Schlotterbeck, Kiliann Sildillia, Kevin Schade, Noah Atubolu, Kimberly Ezekwem und Noah Weißhaupt.

Auch Coach Christian Streich hat sich im Verein entwickelt

Die enge Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profibereich zeigt sich aber auch an der Karriere von drei aktuellen SC-Trainern: Christian Streich arbeitete beim Sport-Club bereits als sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und als A-Jugendtrainer (U19), bevor er Co- und später Cheftrainer der SC-Profis wurde. Einen ähnlichen Werdegang durchliefen Streichs langjährige Co-Trainer Lars Voßler (ehemals Trainer U19) und Patrick Baier (ehemals Trainer U17), die ebenfalls von der Fußballschule in die Profiabteilung hochrückten. 

Die größten Erfolge der Jugendabteilung des SC Freiburg

Deutscher Meister (A-Junioren): Größter sportlicher Erfolg der Freiburger Fußballschule war der Deutsche Meistertitel unserer A-Junioren im Jahr 2008. Trainer der damaligen U19-Mannschaft, der unter anderem auch die heutigen Bundesligaprofis Oliver Baumann, Nicolas Höfler und Jonathan Schmid angehörten, war unser heutiger Profitrainer Christian Streich.

DFB-Pokalsieger (A-Junioren): Insgesamt sechs Mal konnte unsere A-Jugend außerdem den DFB-Junioren-Vereinspokal gewinnen (2006, 2009, 2011, 2012, 2014, 2018). Der SC Freiburg ist damit Rekordhalter in diesem Wettbewerb. 

Eigengewächse: Einer der größten Erfolge der Freiburger Fußballschule ist es, regelmäßig Bundesligaspieler für die Profis hervorzubringen. In den jüngsten Bundesligasaisons  standen mit Christian Günter, Nicolas Höfler, Yannik Keitel, Keven Schlotterbeck, Jonathan Schmid und Lino Tempelmann ein halbes Dutzend SC-Eigengewächse für den Sport-Club auf dem Platz.

Alle SC-Teams in der höchsten Spielklasse: Dass das Konzept der Fußballschule Früchte trägt, zeigt sich auch daran, dass in der Saison 2020/21 ebenso wie in der vorherigen Spielzeit alle Juniorenmannschaften des Sport-Club in der höchstmöglichen Spielklasse gesetzt sind.