Felia, David und Anne Sum errangen einen Ersten Bundespreis und wussten die Jury mit einer herausragenden Gesamtleistung zu überzeugen.
Als gute Klarinettisten sind die Geschwister Felia, David und Anne Sum längst bekannt. Doch mit dem Erfolg, den sie jetzt in Regensburg beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ einheimsten, zählen die Nachwuchstalente der Stadtkapelle mit Brief und Siegel ganz offiziell zu den besten Jungmusikern Deutschlands: Mit der Höchstpunktzahl sicherte sich das Trio einen Ersten Bundespreis.
Erster Preis wurde mit voller Punktzahl erreicht
„Großer Jubel in Regensburg – und große Freude in Wolfach und Gengenbach“, betonte Musiklehrer Zeno Peters am Montag in einer Mitteilung. „In der Altersgruppe III präsentierten Anne, David und Felia Sum ihr Wettbewerbsprogramm als Klarinettentrio mit beeindruckender Musikalität, technischer Präzision und klanglicher Geschlossenheit. Die Jury zeigte sich begeistert und vergab die maximale Punktzahl – eine Auszeichnung, die nur den herausragendsten Beiträgen vorbehalten ist.“ Obendrein durften die Drei am Sonntag beim feierlichen Preisträgerkonzert auftreten, wo sie zusätzlich den mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis der Sparkassen-Finanzgruppe erhielten. „Anne, David und Felia haben sich diesen Moment mit außerordentlichem Fleiß, großer Disziplin und echter Begeisterung für die Musik verdient. Als Ensemble haben sie sich musikalisch hervorragend entwickelt und auf der Bundesebene eine Leistung gezeigt, auf die sie mit Recht stolz sein können“, lobte Musiklehrer Peters seine preisgekrönten Schützlinge.
Die Reise begann für die Geschwister im Januar mit dem Regionalwettbewerb, im März sicherten sie sich beim Landeswettbewerb das Ticket fürs Finale. „Da wussten wir erst mal nur das Datum“, erklärte Anne Sum am Montag: vom 27. bis 31. Mai in Regensburg. Kurzerhand hätten ihre Eltern eine Unterkunft von Dienstag bis Samstag gebucht. „Für den Fall, dass wir am Dienstag schon dran sind.“ Tatsächlich trat das Trio dann am Donnerstag vor die Jury. Lampenfieber? „Man ist vor jedem Auftritt immer mehr oder weniger nervös“, erklärte Felia, die Jüngste im Bunde. „Bei mir fand ich es ganz okay. Ich hab mir vorgestellt, dass wir schon das Größte erreicht haben.“ Bruder David ist die Anspannung vor dem Auftritt „inzwischen eigentlich gewohnt“. Anne dagegen sei „vor jedem Auftritt noch relativ nervös. Ich will auch immer, dass es gut läuft.“
Wie gut es lief, damit hatten weder die drei Geschwister noch ihre mitgereiste Familie gerechnet. „Dass wir hingekommen sind, war schon die erste große Überraschung“, sagte Anne. So gut spielen, wie es eben geht, ein paar Punkte holen, das sei das Ziel gewesen. „Dass wir dann volle Punktzahl erhielten – damit haben wir nicht gerechnet.“
Vier Stücke aus verschiedenen Epochen spielten die Geschwister in der Kategorie Kammermusik für Holzblasinstrumente. „Theoretisch kann man die Stücke wechseln“, erklärte Felia. Die Sums blieben ihrem Repertoire aber wie viele andere Teilnehmer über die drei Wettbewerbsebenen treu. Anders als bei den vorigen Entscheiden durften die Drei die Akustik des Raums, in dem sie vor die Jury traten, vorab testen. Und auch das Jurygespräch im Nachgang ist beim Bundeswettbewerb, anders als auf Landesebene, gesetzt.
Eigentlich wollte die Familie am Samstag schon wieder zurück nach Wolfach. Doch dann kam die Einladung, beim Preisträgerkonzert am Sonntag aufzutreten. Voraussetzung dafür: die Höchstwertung von 25 Punkten.
Stolzer Musiklehrer
Mit ihren Preisen hätten die Geschwister nicht nur einen persönlichen Meilenstein erreicht, ist Musiklehrer Zeno Peters überzeugt: „Sie sind zugleich hervorragende Botschafter für die musikalische Nachwuchsarbeit in der Ortenau. Ein beeindruckendes Zeichen dafür, welches Potenzial in jungen Musikern steckt.“