Zahlreiche junge Leute aus Schonach nutzten die Chance, ihre Anregungen beim Jugendhearing einzubringen. Jetzt befasste sich der Gemeinderat mit ihren Ideen.
Mitte Oktober war im Triberger Event-Kino das neunte Schonacher Jugendhearing. Wiederum mit sehr erfreulicher Beteiligung: 73 Kinder und Jugendliche waren gekommen und hatten die Möglichkeit, nach Getränken, Popcorn und einem Film ihre Meinung und Anregungen an die Gemeinde zu richten.
Das taten sie auch rege, und so kam einiges zusammen. So wurde nach den Beiträgen zum vergangenen Hearing gefragt, man wollte wissen, was aus dem Kletterpark in Schonach wurde, ob die Gemeinde einen Trainingspark im Kurpark einrichten könne oder wie es mit den noch fehlenden elektronischen Tafeln in der Werkrealschule aussieht.
Viele Fragen konnte Bürgermeister Jörg Frey beantworten, so erklärte er zum Beispiel, dass aktuell gegenüber des Rathauses ein Buswartehäuschen, wie von den Kindern gefordert, gebaut wird. Mitgenommen hatte er auch die Anregungen nach einem Wasserspender in der Schule, defekte Basketball-Körbe in der Turnhalle und auf dem Sportplatz oder die Bewässerung der vorhandenen Rutsche im Freibad.
Das Format soll so beibehalten werden, denn die Kinder und Jugendlichen, so berichteten Bürgermeister Frey und Hauptamtsleiterin Jennifer Hopf, befanden das für sehr gut. Und auch für die Gemeinde sei das Format richtig und gut.
Insgesamt, so waren sich die beiden einig, sei es schon erstaunlich, über wie viele Themen sich die jungen Einwohner Gedanken machten. Der Gemeinderat nahm die Anregungen und Wünsche zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung verschiedene Dinge zu prüfen und gegebenenfalls entsprechend umzusetzen.
Dauerbaustellen an Gebäuden im Ort
Aus den Reihen des Gemeinderats nahm Bernd Kaltenbach, CDU, eine Frage aus dem Jugendhearing auf. Es ging um Dauerbaustellen an Gebäuden im Ort. Im Speziellen nahm er ein Bauwerk in der Bergstraße ins Visier, das schon seit Jahrzehnten im Bauzustand verharre. Scheinbar wurde nun der zweite Stock ausgebaut, die Außenansicht des Hauses wurde aber nie fertig gestellt. Er wisse, dass dies ein Privat-Grundstück ist, aber es präge eben auch das Ortsbild. Und er sei von mehreren Anwohnern angesprochen worden, scheinbar zersetze sich das Gebäude vor allem auf der Rückseite nun langsam wieder. Viel Handhabe habe die Gemeinde sicherlich nicht, er wollte die Angelegenheit aber auf jeden Fall angesprochen haben.
Bürgermeister Frey sicherte zu, dass man mit dem Landratsamt reden und auch mit dem aktuellen Eigentümer ins Gespräch gehen werde.