Mit einem Festakt und der Preisverleihung endete am Freitag in Altensteig der 26. Regionalwettbewerb Nordschwarzwald von Jugend forscht. „Es war ein großer Wettbewerb“, konstatierte Wettbewerbsleiter Klaus Gerlinger angesichts 102 Teilnehmern, die 57 Projekte eingereicht hatten.
Gerlinger zeigte sich auch mit der Qualität der eingereichten Arbeiten mehr als zufrieden: „Die Gewinner sind richtig, richtig gut“, lautete sein Fazit. Und eine Menge mehr hätten hervorragende Aussichten, in einem oder zwei Jahren zu gewinnen und dann auch auf Landesebene bestehen zu können. „Manchen Projekten muss man einfach die Zeit geben, noch etwas zu reifen“, so der Wettbewerbsleiter, „oder, wie mein Bruder sagen würde, der in der Landwirtschaft tätig ist: Die Kuh muss noch ein Jahr auf die Weide.“
Mit ihren Forschungsarbeiten hatten die Teilnehmer sieben Disziplinen abgedeckt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathe und Informatik, Physik und Technik. Sie forschten zu Popcorn und Brennholzverarbeitung, zu Shampoo, Fidget-Spinnern, Murmelbahnen und der CO2-Speicherfähigkeit von Mooren. Mit teilweise aufwendigen Versuchsanordnungen veranschaulichten sie an ihren Ständen in der Eichwaldhalle ihre Arbeiten und Herangehensweisen.
Eine ganze Reihe von Preisen blieb im Kreis Calw. In der Kategorie Jugend forscht – das sind die älteren Teilnehmer im Alter von 15 bis 21 Jahren – wurde Victoria Korfant vom Nagolder Otto-Hahn-Gymnasium für ihr „Optimiertes Ölreinigungssystem für Wasseroberflächen“ mit einem 1. Preis im Bereich „Arbeitswelt“ bedacht. Ihr Mitschüler Tim Kantowski hatte sich mit der effizientesten Platzierung und Ausrichtung von Solarpaneln beschäftigt und dafür den Sonderpreis Ressourceneffizienz des Bundes-Umweltministeriums erhalten. Im Bereich Schüler experimentieren ging der erste Preis in Physik an Jan Böhringer und Arne Schilling vom OHG, die die Beschaffenheit des perfekten Fidget-Spinners untersucht hatten.
Gleich beim ersten Mal ein erster Preis
Die Gemeinschaftsschule Neubulach nahm zum ersten Mal am Regionalwettbewerb teil und durfte sich gleich über einen ersten Preis im Bereich Schüler experimentieren freuen: Nele Rathfelder, Luis Heckler und Sophia Schüle gingen der Frage nach, welche Faktoren für Form und Beschaffenheit von Popcorn ausschlaggebend sind. Das brachte ihnen den Sieg in der Sparte Arbeitswelt ein.
Jeweils ein ersten Preis ging an das Maria-von-Linden- und das Hermann-Hesse-Gymnasium in Calw. Klara Neumann und Jo Hoevels suchten eine „Praktische Alternative zum Kirschkernkissen für zu Hause“, und Reinhard Köcher widmete sich der Frequenzmessung einer Geigensaite.
Uhrwerk erhöht Stromausbeute
Auch Schüler des Freudenstädter Kepler-Gymnasiums durften sich über erste Preise freuen: Die Biolumineszenz von Leuchtkrebsen hatten Laura Mach und Matthias Orendi zu ihrem Thema erkoren, und Emilia Mäder erreichte mit einem von einem Uhrwerk gesteuerten Solarmodul eine deutlich höhere Stromausbeute. Die Arbeit von Daria und Larissa Seitter war der Jury einen ersten Preis wert: Sie wollten wissen, welcher Naturdünger am besten wirkt.
Weitere Sieger stellten das Gymnasium in Balingen, das Herrenberger Schickhardt-Gymnasium, die Gewerbliche Schule Tübingen sowie das Carlo-Schmid-Gymnasium Tübingen.