Bei der Jugendkonferenz an der Hochschule Furtwangen diskutieren mehr als 100 junge Menschen mit Vereinen, Schule und Politik über Ideen, Wünsche und die Zukunft des Sports.
Wie sieht Sport aus, den Jugendliche heute wirklich wollen? Welche Rolle spielen Vereine, Schule, Kommune und Politik? Mit diesen Fragen beschäftigten sich bei der Jugendkonferenz im Sport in der Hochschule Furtwangen mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Realschule.
Die Jugendkonferenz ist ein Beteiligungsformat, das jungen Menschen Raum gibt, ihre Meinungen und Ideen zu gesellschaftlichen und politischen Themen zu entwickeln und sich aktiv in politische Prozesse einzubringen. Die Ergebnisse werden an das Kultusministerium zurückgespielt und fließen zudem in die Landesjugendkonferenz am 15. Juli in Stuttgart ein.
Begrüßt wurden die Jugendlichen von den organisierenden Vereinen und Partnern vor Ort: für die Skizunft Brend war Christine Dorer als Vorstandsmitglied anwesend, die zugleich Sprecherin des Vorstands der Badischen Sportjugend Freiburg ist. Für die Sportfreunde Neukirch begrüßte Jugendleiter Stefan Bartle die Teilnehmenden. Der TV Furtwangen, als größter Sportverein der Stadt und offizieller Ausrichter der Jugendkonferenz, war durch den zweiten Vorsitzenden Hendrik Mielke vertreten.
Alle betonten, wie wichtig junge Menschen und deren Teilhabe und Mitbestimmung für ihre Sportvereine seien. Außerdem richteten Anja Siedle, erste Vorsitzende des Sportverbands Furtwangen und stellvertretende Bürgermeisterin, Tatjana Goschkowski als Schulleiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschule sowie Hans-Georg Enkler als Prorektor Lehre der Hochschule Furtwangen ein Grußwort an die Jugendlichen.
Auf die Netzwerke kommt es an
Dabei wurde deutlich: Die Jugendkonferenz lebt von starken Netzwerken. Gerade das Zusammenspiel von Sportvereinen, Schule und Politik eröffnet neue Synergien und schafft Räume, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen können. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die aktive Beteiligung der Jugendlichen.
Moderiert wurde die Jugendkonferenz durch zwei engagierte Studierende der Hochschule. An zehn Thementischen diskutierten die Schüler sowie die Auszubildenden der Stadt Furtwangen Fragen aus Sport und Politik. Die Themen konnten teilweise von den Jugendlichen im Voraus der Veranstaltung selbst benannt werden.
Ergebnisse und Wünsche fließen in Stuttgart ein
Grundlage des Formats sind vielfältige Beteiligungsmethoden, die Jugendliche motivieren, ihre Meinung zu äußern und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Am Ende wurden die Ergebnisse aus den Diskussionen gebündelt und Wünsche sowie Forderungen der Jugendlichen an Sportvereine, Kommunen und das Land auf Plakaten festgehalten und vorgestellt.
Genau darin liegt die Stärke der Jugendkonferenz: Junge Menschen diskutieren nicht nur mit, sondern formulieren konkrete Anliegen für die Gestaltung ihrer Lebenswelt. Die Ergebnisse aus Furtwangen fließen nun in die Landesjugendkonferenz am 15. Juli in Stuttgart ein, wo sie mit Vertretern aus Politik und Ministerien diskutiert werden.