In der Pogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 wurde auch die Hechinger Synagoge verwüstet, wegen ihrer Lage in der Innenstadt jedoch nicht gebrandschatzt. Foto: Jauch

Eine Stadtführung befasst sich mit den Juden in der Zollernstadt zwischen 1435 und 1938.

Einblicke in das jüdische Leben und die jüdische Geschichte in Hechingen vermittelt eine Stadtführung am Samstag, 25. Oktober, mit Stadtführer Boris Kotchoubey. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr vor dem Hohenzollerischen Landesmuseum. Veranstalterin ist die Stadt Hechingen.

 

Juden haben in der Hechinger Geschichte eine herausragende Rolle gespielt. Erstmals urkundlich erwähnt wurden sie 1435. Nach dem Übergang Hechingens an Preußen 1850/51 trugen die Juden entscheidend zum industriellen Aufstieg der Stadt bei.

Besichtigt werden Orte, die im Zusammenhang mit berühmten jüdischen Persönlichkeiten von Hechingen stehen: Hoffaktorin Madam Kaulla, die als reichste Frau ihrer Zeit galt; Rabbiner, Dichter und Jurist Samuel Mayer; Moritz Baisinger, der als Sohn eines armen Metzgers aus Hechingen in die USA wanderte und dort zum Multimillionär und einem „König der Chigaoer Schlachthöfe“ wurde; Benedikt Baruch, einer der Gründer der Hechinger Textilindustrie und Urgroßvater von Elsa Einstein, der zweiten Frau Albert Einsteins. Das pulsierende Leben der jüdischen Gemeinde Hechingen fand ein abruptes und tragisches Ende in der Katastrophe des Nationalsozialismus.

Anmeldungen bis 24. Oktober

Eine Anmeldung ist bis Freitag, 24. Oktober, 11.30 Uhr beim Sachgebiet Tourismus und Kultur unter Telefon 07471/94 02 20 erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro für Erwachsene. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen kostenlos mit.