Älteste Einwohnerin wird ein Jahrhundert alt. Sie hat einiges erlebt und ist in ihrem hohen Alter noch topfit.
Maria Oschwald aus Achdorf feierte am 25. Dezember 2025 ihren 100. Geburtstag. Diesen bewundernswerten und sehr seltenen runden Geburtstag, den nur knapp 18 000 Menschen in Deutschland erreichen, feierte die Jubilarin gemeinsam mit ihrer Familie.
Geboren im Jahr 1925 als Anna Maria Riva, wohnt sie noch heute in ihrem Geburtshaus an der Kreuzgasse in Achdorf. Aufgewachsen mit einem Bruder, ging Maria Oschwald zunächst in die Schule im Rathaus Achdorf, bevor sie dann ab der dritten Klasse die Volksschule in Aselfingen besuchte. Anschließend folgte der Besuch der Kochschule in Blumberg.
Jugend im Krieg
Aufgewachsen in der Blütezeit der Weimarer Republik folgte im Alter von 14 Jahren der Beginn des Zweiten Weltkriegs, der ihre Jugend bis ins 20. Lebensjahr begleitete. „Die Kriegsjahre waren mitunter die schlimmsten Jahre“, so Maria Oschwald. Gerade das letzte Kriegsjahr, als die Franzosen Achdorf besetzten, blieb der Achdorferin bis heute in Erinnerung. Mit 25 Jahren folgte die Hochzeit mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann Franz, mit dem sie 2016 die Eiserne Hochzeit feiern durfte. Gemeinsam zogen sie drei Söhne groß und übernahmen die elterliche Landwirtschaft. Drei Enkelkinder sowie drei Urenkel bereiten Maria Oschwald große Freude. „Wenn die Urenkel ins Haus kommen, ist immer was los“, so die Seniorin.
Gesundheit und Zeit
In den ganzen Jahren sei viel passiert, erinnert sich das Geburtstagskind. Hochwasser der Wutach, Erdrutsche am Gampen oder Eichberg sowie viele Feste sind noch immer in der Erinnerung. Die Zeit habe sich stark verändert. „Dass ich jeden Morgen in meinem Zuhause aufwachen darf und mich selbst anziehen kann, das ist das Wichtigste“, so Maria Oschwald dankbar. Für das neue Jahr wünscht sie sich Gesundheit und Zeit mit ihrer Familie. „Wir können die Zukunft nicht vorhersagen – und das ist auch gut so“, so Maria Oschwald.