Horst Pfeiffer blickt auf neun Lebensjahrzehnte zurück: Er hat sich sehr für seinen Heimatort engagiert.
In geistiger Frische hat Horst Pfeiffer am Freitag seinen 90. Geburtstag gefeiert. Sein Herz schlägt für den Chorgesang und Sängerkameradschaft als auch für den Fußball- und Tennissport. Diese Aktivitäten waren sein Lebenselixier.
Das Aus für den Männergesangverein (2022) und den Kirchenchor (2021), beide nach über 100 Jahre Tradition, als auch der Niedergang des FCK-Fußballsports tun ihm in der Seele weh. Über 60 Jahre lang war er mit seiner führenden ersten Bass-Stimme sowohl im Männerchor als auch im katholischen Kirchenchor eine tragende Säule. Der 90-Jährige ist eine Lützenhardter Sänger-Ikone.
Seit 1956 zählte Horst Pfeiffer zu den Stützen des Männergesangvereins „Schwarzwaldlust“. Fast 40 Jahre lang engagierte er sich auch als Vize-Vorsitzender (1972 bis 2010) und danach als Schatzmeister (2010-2022). 2016 ist er für 60 Jahre aktives Singen mit der Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes ausgezeichnet worden.
Bereits Vater Johann war als jüngster Sänger dabei
Der Jubilar erinnert sich: „Schon mein Vater Johann Pfeiffer war mit 16 Jahren als Jüngster dabei und wünschte sich nichts mehr, als dass seine Buben Hans und Horst auch mal Sänger werden.“ Geehrt wurde er 1989 für langjährige Verdienste im Ehrenamt mit dem Ehrenbrief des Landes Baden-Württemberg.
Seit 1958 lieh Horst Pfeiffer dem katholischen Kirchenchor seine Bass-Stimme. Für seine langjährige Treue ist er vom Cäciliäenverband der Diözese mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet worden. In guter Erinnerung ist ihm seine Zeit als Ministrant und Oberministrant unter Pfarrer Heinrich Drißner geblieben: „Ich war sein erster Ministrant.“ Gern erinnert er sich an abenteuerliche Erlebnisse als St. Georg-Pfadfinder.
Mitglied und Beirat ist er im Förderverein der Wallfahrtskirche Heiligenbronn, den seine Tochter Birgit Müller als Vorsitzende führt. Generell engagierte er sich vielfach in der kirchlichen und bürgerlichen Gemeinde.
Als Jungfußballer schnürte er die Fußballstiefel für den FC Kickers. Mit der A-Jugend spielte er zweimal um die württembergische Meisterschaft. Dreimal hintereinander wurden sie Bezirksmeister. Als Stürmer und später als Mittelfeldakteur trug er von 1954 bis 1967 in der Zweiten Amateurliga stolz das Trikot des FCK und danach in der Alte Herren-Mannschaft (AH). „Der FCK war der Verein in Lützenhardt“, sagte das heutige Ehrenmitglied wehmütig.
Herzblut investierte er als Gründungsmitglied in den Tennisclub Lützenhardt. Von 1973 bis 1996 spielte er aktiv in der Verbandsrunde und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Seit 50 Jahren fördert das Ehrenmitglied auch den Musikverein „Cäcilia“.
Den Bund fürs Leben schloss er 1965 mit Irmgard, geborene Dettling, aus Salzstetten. Nach der Trauung in der Herz-Jesu-Kirche spielte die Musikapelle beim Hochzeitszug zum „Sonnenhof“. Aus der Ehe, die beide als glücklich bezeichnen, sind die Kinder Birgit und Wolfgang hervorgegangen. Der Jubilar erfreut sich an den drei Enkelkindern Kathrin, Hannah, Linus und an den beiden Urenkeln Evelin und Robin.
Beinahe 50-jährige Tätigkeit in der Tankstelle Schweizer
Horst und Irmgard Pfeiffer konnten 2025 das Fest ihrer Diamantenen Hochzeit feiern. Weitum bekannt ist Pfeiffer auch durch seine beinahe 50-jährige Tätigkeit in der Tankstelle Schweizer in Lützenhardt. Zuvor arbeitete er sieben Jahr in der Maschinenfabrik Bürkle in Freudenstadt. Viel Spaß erlebte er 40 Jahre lang mit seiner Clique als begeisterter Skifahrer.