Seinen 80. Geburtstag feiert Heribert Platz am Donnerstag mit vielen Erinnerungen, denn der Eutinger hat seinen DRK-Ortsverein geprägt und war in einigen Eutinger Vereinen aktiv.
Als Sohn von Anna Platz, geborene Gfrörer, und Stefan Platz wurde Heribert Platz am 12. März 1946 in Eutingen geboren.
Nach dem Besuch der Eutinger Volksschule lernte er bei Anton Scherer in Eutingen den Beruf des Uhrmachers. „Mit dem Fahrrad bin ich auf den Eutinger Bahnhof gefahren und dann mit dem Zug zur Berufsschule nach Stuttgart“, berichtete der Eutinger. 1975 übernahm er das Geschäft des Uhrenmachers, das er noch viele Jahre führte.
Bereits in jungen Jahren spielte er in der Eutinger Musikkapelle Trompete und wechselte später zur kleinen Trommel. Als jahrzehntelanges aktives Mitglied war er bei Kreismusikfesten, Wertungsspielen und bei der Aufnahme des Eutinger Narrenmarsches im Tonstudio in Ludwigsburg dabei.
Auch schoss er in der Luftgewehr-Mannschaft des Eutinger Schützenvereins mit. „Wir waren damals an vorderster Stelle“, denkt der Jubilar zurück. Er ist Gründungsmitglied der Eutinger Narrenzunft und lief bei den Umzügen als Musiker mit. Als später der Förderverein der Eutinger Narrenzunft „Heimat&Brauchtum“ gegründet wurde, trat Heribert Platz diesem bei. Über die Donnerstagswanderer, mit denen er die Natur und die Region viele Jahre erkundet, kam er zu diesem Verein.
Gründungsmitglied der DRK-Gruppe Eutingen
Seine größte Leidenschaft und seine Lebensaufgabe ist das Deutsche Rote Kreuz, dem er bis heute noch angehört. 1962 war er Gründungsmitglied der damaligen DRK-Gruppe Eutingen und brachte sich ehrenamtlich in die verschiedenen Bereiche ein. So kam er 1969 zum Krankentransport, dem Vorgänger des heutigen Rettungsdienstes. Diese Arbeit leistete er viele Jahre ehrenamtlich und wurde 1972 hauptamtlich beim Kreisverband Horb angestellt. An der Landessanitätsschule in Pfalzgrafenweiler und am Klinikum Tübingen ließ er sich zum Rettungssanitäter ausbilden.
Mit der Umsetzung der Kreisreform gehörte der Krankentransport damit zu Freudenstadt. Heribert Platz wurde Leiter der Rettungswache, war zuständig für die Dienstpläne und bekam bald darauf einen Rettungswagen, der Änderungen mit sich brachte: „Anfangs sollten wir die Patienten so schnell wie möglich von der Unfallstelle ins Krankenhaus bringen, später wurden die Patienten im Fahrzeug versorgt und dann transportiert. Ich war nun nicht mehr alleine, sondern hatte einen Zivi zur Hand“, betont Heribert Platz. Die Ausrüstungen, Fahrzeuge und die Ausstattung mit Notarzt wurden immer professioneller.
Zu dieser Zeit heiratete er seine Frau Irmgard, geborene Riegel. Sohn Stefan kam 1974 und Tochter Katrin 1978 zur Welt. Beide wuchsen mit dem Deutschen Roten Kreuz auf, weshalb sie bereits in jungen Jahren zum DRK-Ortsverein Eutingen kamen. Nachdem Bereitschaftsführer Gustav Müller gestorben war, übernahm sein Stellvertreter Heribert Platz 1989 das Amt. Er qualifizierte sich bei zahlreichen Lehrgängen weiter und erhielt die Ausbilder-Qualifikation für Erste-Hilfe-Kurs, für Erste-Hilfe-Kurse am Kind und für Feuerwehrleute.
Zudem führte er die Blutspende-Termine und Seniorennachmittage in Eutingen ein. Er war ein Macher, der schon frühzeitig die vier Orte der Gemeinde im DRK zu einem Ortsverein zusammenfasste. Als das Jugendrotkreuz 2016 wiederbelebt wurde, brachte er sich gemeinsam mit seiner Tochter Katrin im Bereich Erste-Hilfe ein.
Seit 2009 ist er im Ruhestand
Auch bei den Groß-Veranstaltungen 1250 Jahre Eutingen und 40 Jahre Gemeinde Eutingen brachte er sich im historischen DRK-Gewand ein. Bis heute ist er noch aktives Mitglied und besucht die Veranstaltungen gerne.
Seit 2009 ist er im Ruhestand und seit einigen Jahren lebt er im Seniorenheim in Horb, aber über seine Heimat Eutingen hält er sich auf dem Laufenden, freut sich über Besuche und besucht auch gerne seine Heimat.