Die Michele-Zunft aus Hartheim gehört fast schon zum lebenden Inventar in Neuhausen. Sie haben auch ihre Guggenmusik Nota-Kratzer dabei. Foto: Karlheinz Hoffmann

Der Jubiläumsumzug lockte hunderte Zuschauer nach Neuhausen. 16 Gruppen kamen zum Abschluss der Feierlichkeiten zur Narrenzunft Neuhausen. Wie schon so oft hatten die Narren großes Glück mit dem Wetter.

Die Narrenzunft mit ihren Figuren Wolfsnarro und Geisterrecken konnte rund 900 Besucher begrüßen. Diese konnten den Umzug die „Stroaß nuff und Stroaß nab“ zweimal sehen. Das ist in der Region einzigartig.

 

Angeführt vom Musik- und Trachtenverein Neuhausen folgten nach dem Gastgeber Zünfte aus der näheren und weiteren Umgebung. Unter ihnen waren neue und alte Gesichter. So waren erstmals die Runkelriabaweible aus Margrethausen zu sehen, während die Michele aus Hartheim schon fast zum lebenden Inventar gehören. Sie hatten auch ihre Guggenmusik in den tollen Gewändern dabei.

Wieder am Start waren auch die Zünfte der Gesamtgemeinde – dieses Mal aber nicht, wie beim Umzug der Rotwald-Deifel am Wahlsonntag – im Verbund, sondern als einzelne Gruppen. Es bot sich ein farbenfrohes Bild.

Allerlei Wissenswertes zu den einzelnen Gruppen

Moderator Heiner Link, seines Zeichens Ehrenvorsitzender der Zunft, gab allerlei Wissenswertes zu den einzelnen Gruppen zum Besten.

Für die einheimischen Gruppen, welche nicht als Zunft vertreten waren, gab es wieder eine Prämierung. Sie wurden von einer Jury nach verschiedenen Kriterien bewertet. So waren die Idee, die Umsetzung und das Erscheinungsbild entscheidend.

Die Nase vorn hatte in diesem Jahr das Team Sölden. Die Gruppe hatte sich der Dubai-Schokolade gewidmet, die es vor ein paar Monaten zu einiger Bekanntheit gebracht hatte. Die glorreichen Sieben (G7), welche im Wettbewerb standen, waren als Dorfrocker unterwegs.

Besenwirtschaften laden zum Verweilen ein

Nach dem Umzug war närrisches Treiben angesagt. Stände der Gastgeber auf dem Rathausplatz und Besenwirtschaften luden zum Verweilen ein, so der Geisterkeller in der Forststraße bei Familie Hezel. Dieser hatte bei der 900-Jahr-Feier im Jahr 1994 seine Feuertaufe und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Auf dem Grundstück nebenan hatte die Wolfsnarro-Schänke geöffnet. Die Feuerwehr bot in ihrem Heim Kaffee und Kuchen an. Im Erdgeschoss war eine Feuerkessel-Bar. Das Narrenstüble hatte auch geöffnet. In der Forststraße bewirtete der FC Neuhausen.

Viele Teilnehmer und Zuschauer

Überall herrschte fröhliche und ausgelassene Stimmung. Ehrenvorsitzender Heiner Link war überwältigt von den vielen Besuchern und der Anzahl der teilnehmenden Gruppen.