Die „Schmorra“ aus Ahldorf waren die Stars des Umzugs am Sonntag, mit dem die Zunft ihr Jubiläum feierte. Foto: Angela Baum

Der Umzug am Sonntag rundete das gelungene Jubiläumsfestes der Narrenzunft Ahldorf ab. Rund 3000 Hästräger nahmen daran teil.

Mit einer Kutsche wurde Ehrenzunftmeister Kurt Schmid zum Jubiläumsumzug abgeholt – es war für ihn eine riesige Überraschung, und die Kutsche führte dann auch den riesigen Fasnetsumzug an.

 

Brigitte Raab und Bernward Fischer als Ehrennarren der Narrenzunft „Schmorra“ aus Ahldorf saßen ebenfalls mit in der Kutsche, deren „Zugpferd“ ein Traktor war – ihn zierte ein riesiges und knallbuntes 50-Schild.

Mehrere Stunden dauerte der Jubiläumsumzug mit über 3000 Hästrägern. Die Ahldorfer Narrenzunft mit ihrem Zunftrat, den Schmorra, Brunnenwaldweible und den Frundeckgeistern bildete die Spitze des Fasnetsumzugs. Danach kam die Narrenzunft Salzstetten, für die die Narrenzunft Ahldorf Patenzunft ist. Für fetzige Töne sorgten die lustigen Tuders mit ihrer Guggenmusik. Schabernack mit den Zuschauern trieben nicht nur die Schlattwaldteufel oder die 7-Hügel-Hexen.

Neckische Narren

Auch die Hexen, Teufel und Hästräger der anderen Zünfte hatten perfekte Ideen, um etwa junge Mädels zu necken oder auch ältere Zuschauer fasnetsmäßig zu erschrecken. Harmlos waren Strohbüschel oder Konfetti, die in Frisuren gestreut wurden – etwas frecher trieben es die Hexen, die mit ihren dreckigen Besen die Haare „kämmten“ oder gleich das gesamte Opfer in ein Konfettibad steckten. Auch Teufelsräder waren beliebte „Folterwerkzeuge“ einiger Narrengruppen – wer hier reingehievt wurde, der hatte sicherlich gegen Übelkeit anzukämpfen.

Die Weitinger „Bettschoner“ hatten gleich ein ganzes Bett dabei – dort hinein steckten sie mit Vorliebe weibliche „Opfer“, die einige Meter im Bett getragen wurden. Männer hingegen wurden eher in einen der Umzugswagen geschleppt – ob es hier wohl ein Bier oder Schnäpsle zur „Entschädigung“ gab? Wer weiß!

Der Trick mit der Leiter

Die Hexengruppen zeigten an verschiedenen Stellen der Umzugsstrecke ihre Pyramiden oder sie rannten auf Kommando los. Einige Teufel hatten auch eine Leiter dabei, mit der sie sogar in geöffnete Fenster der angrenzenden Häuser einstiegen – klar nur, wenn jemand rausguckte und verblüfft über den seltenen Besuch war.

Die Gastzünfte des Jubiläumsumzugs kamen aus dem Närrischen Freundschaftsring Neckar-Gäu, etwa aus Mühringen, Betra, Bad Imnau, Eutingen, Nordstetten, Weitingen oder Bildechingen. Auch die Spittl-Bajas aus Seebronn, Dätsailer Schandle oder Ergenzinger Blätzlesbuaba, Stricker oder Lerchenfänger und Fleckahuper waren mit von der Partie.

Die Narrenzünfte aus Bühl, Wart oder Wurmlingen und Mußberg hatten eine etwas weitere Anfahrt nach Ahldorf, und auch Starzacher Zünfte waren mit dabei: etwa die Narrenzunft Sulzau oder die „Klammhoka“ aus Felldorf. Die Zünfte aus Altheim und Wolfenhausen bildeten den Abschluss des wundervollen, bunten Jubiläumsumzugs – und Ahldorf war am Sonntag Narrenhochburg der Region.