Diakon Thomas Brehm segnet zahlreiche Maschinen. Foto: Botzenhart

Die Maschinen standen am Sonntag in Reih und Glied: Anlässlich des 50. Jubiläums der Remigiuskirche veranstaltete die Gemeinde einen Biker-Gottesdienst. Dennoch zog die Veranstaltung auch zahlreiche Besucher ohne fahrbaren Untersatz an.

Und wieder gab es in Epfendorf einen Grund zum Feiern: Das nächste Event anlässlich des 50. Geburtstages der neuen St. Remigiuskirche stand auf dem Programm. Der Kirchengemeinderat hatte sich wieder eine Besonderheit einfallen lassen.

Auf der Höhe, beim Schuppengebiet „Deichäcker“, war alles für den Gottesdienst hergerichtet und die Gläubigen kamen in Scharen. Schwere Maschinen, Mopeds, Motorroller, Quads, E-Bikes, Fahrräder – alle waren sie gekommen, um sich den Segen für sich und ihr Gefährt abzuholen.

„Rockige“ Ministranten auf Tretrollern unterwegs

Und auch viele Gläubige ohne fahrbaren Untersatz fanden sich zum Gottesdienst ein. Simone Knöpfle-Klausmann, gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats, begrüßte die Anwesenden und bevor Diakon Thomas Brehm mit seinen, zum Anlass passenden „rockigen“ Ministranten auf Tretrollern mit seinem Teil begann, spielte die Band „Back Alley 21“ zwei Stücke.

Spätestens jetzt war allen Gästen klar, dass dieser Gottesdienst tatsächlich völlig anders war als bisherige. Thomas Brehm sprach über die Freiheit, die jeder Biker so sehr liebt, über den Fahrtwind, der dieses unglaublich schöne Gefühl auslöst und über Freundschaft, die unter den Motorradfahrern so stark ist.

Musik trifft den Geschmack

Brehm beteuerte, dass auf allen Touren durch das Leben, egal auf welche Art diese gemacht werden, Jesus immer an der Seite der Menschen ist und sie begleitet. Die Fürbitten wurden von Mitgliedern des Honda-Teams Epfendorf vorgetragen und die Besucher gedachten auch derer, die von einer Tour nicht mehr nach Hause gekommen waren.

Immer wieder spielte die Band und der spontane Beifall, der nach jedem Stück aufbrandete, zeigte, dass auch diese Art der Musik zu einem Gottesdienst sehr gut passte.

Nachdem sich Simone Knöpfle-Klausmann bei den vielen Unterstützern bedankte, machte sich Diakon Brehm mit seinen Ministranten auf den Weg und besprengte alle Fahrzeuge mit Weihwasser. Er wünschte allen Fahrern, dass sie auf allen Touren durch ihr Leben Freiheit spüren können.

Korso setzt sich in Bewegung

Ein langer Korso setzte sich um 11 Uhr dann zur gemeinsamen Ausfahrt in Bewegung. Eine einstündige Tour durch die Umgebung startete und die Gottesdienstbesucher, die nicht zur Ausfahrt wollten, konnten sich von Mitgliedern des Epfendorfer Jugendhauses mit kühlen Getränken und heißen Roten bewirten lassen.

„Back Alley 21“ – der Name bedeutet übrigens übersetzt „Hintere Gasse 21“, hier befindet sich nämlich der Proberaum der Band – spielte dann zur Unterhaltung der Gäste. Die vier Männer überzeugten mit ihrer handgemachten Rockmusik und verstanden es bestens, der ganzen Veranstaltung eine besondere Note zu geben.

Bei herrlichem Sommerwetter erlebten alle Anwesenden nicht nur einen einmaligen Gottesdienst, der ganz bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird, sondern auch einen schönen Tag voller Freiheit und Freundschaft.