Bei herrlichem Frühlingswetter feierte der Kindergarten Sonnenschein in Wessingen seinen 50. Geburtstag. Mit dem Lied „Happy Birthday, zum Geburtstag viel Glück“ begrüßten die Kinder die zahlreichen Besucher. Einige Einblicke in die Feier haben wir hier zusammengestellt.
Als einen Moment der Freude, der Dankbarkeit und der Erinnerungen bewertet Leiterin Manuela Lerchenmüller diesen besonderen Tag bei ihrer Rede. Ein halbes Jahrhundert sei nun seit Eröffnung vergangen. Lerchenmüller: „Hier wird gespielt, aufgeräumt, gebaut, gebastelt, geturnt, gelacht, getobt und Quatsch gemacht.“ Es werde täglich gelernt wie man teilt, man tröste sich und hilft sich gegenseitig.
Geblieben ist die Liebe und die Hingabe zu den Kindern
Besonders erwähnte sie zwei Frauen Frauen, welche maßgeblich den Kiga geprägt haben: Christel Kempf, 33 Jahre als Leiterin, und Rosemarie Bogenschütz, 33 Jahre als Erzieherin. In den 50 Jahren habe sich vieles verändert, die Welt ringsum, die Gesellschaft und Technologie. Eines sei jedoch geblieben, nämlich die Liebe und Hingabe zu den Kindern. „Sie sind es, die uns antrieben, die und inspirieren und immer wieder aufs Neue zeigen wie wertvoll unsere Arbeit ist“.
Im Anschluss an Lerchenmüllers Rede waren es die Ortsvorsteher Joachim Breimesser (Wessingen) und Andreas Fecker (Zimmern) sowie Bürgermeister-Stellvertreter Klaus Ertl, die ihre Glückwünsche im Grußwort aussprachen und Präsente übergaben. Breimesser: „Wenn ein Kindergarten 50 Jahre alt wird, dann sind das 100 000 Situationen mit Kinderlachen, und manchmal auch Tränen, 1000 große und kleine Sternstunden, Begegnung und Beziehung, miteinander leben, Konflikte und Lösungen, Bildungsprozesse begleiten und initiieren, Veränderung und Bestätigung, Fortschritt und Innovation, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“.
Ertl: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“
Erziehung sei eine schöne, dankbare jedoch auch höchst verantwortungsvolle Aufgabe. Eltern und Gesellschaft seien dabei gefordert. Mit einem Goethe-Zitat „Zwei Dinge“ beendete der Ortschef seine Rede, dankte dem Erzieherteam und übergab einen symbolischen Spendenscheck des Ortschaftsrats in Höhe von 250 Euro. Diesen Worten schloss sich Andreas Fecker an, der sich an seine eigene schöne Kiga-Zeit und die Kiga-Tanten erinnerte.
Ertl erzählte von seinem Sohn Thomas aber auch seinen eigenen Kindeszeiten vor 75 Jahren, als die Tanten noch Hauben trugen. Er betonte die Wichtigkeit der ersten Schritte im Leben innerhalb der Gemeinschaft. Der Spruch berge viel Wahres: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Als Geschenk seitens der Gemeinde gab es die Zusage für neue Spielgeräte nach Wahl im Wert von 5000 Euro. Daraufhin führten die Kinder auf der Bühne das Theaterstück „Die verschwundenen Farben“ auf. Dazuhin sangen die Kinder das Regenbogenlied.
Fotobox, Spielstraße, Fotoausstellung und Kinderschminken
Im und außerhalb des Kindergartens war den ganzen Tag über etwas geboten. Die Kinder vergnügten sich an der eigens aufgebauten Spielstraße mit etlichen Stationen, im Sandkasten an den Spielgeräten, an der Fotobox, es gab eine Fotoausstellung sowie Kinderschminken. Viele Begegnungen fanden statt. Fürs leibliche Wohl sorgten die Wehrangehörigen, die eigens ein Festzelt aufgestellt haben. Die Tombola mit unzähligen Preisen ohne Nieten kam sehr gut an. In den Nachmittagsstunden besuchte Bürgermeister Waizenegger die Veranstaltung, um persönlich zu gratulieren.