Ehrungen verdienter Mitglieder gibt es beim Jubiläum mit: Vorsitzender-Stellvertreter Axel Strittmatter (von links), Jürgen Hähnel vom badischen Tennisverband, den Geehrten Helmut Weisser, Angela Anton, Thomas Trunk, Anita Kienzler und Hubert Kienzler sowie dem Vorsitzenden Thomas Wagner. Foto: Stephan Hübner

Mit einem Festakt feierte der Tennisclub in St. Georgen sein hundertjähriges Bestehen. Neben einem Rückblick auf vergangene Zeiten wurden mehrere Mitglieder vom Bezirk geehrt.

Musikalisch begrüßt wurden die Gäste von der Stadtmusik. Thomas Wagner, Vorsitzender des Tennisclubs, berichtete, dass zwei Mitglieder extra aus Kanada und Hongkong gekommen waren. Es sei nicht ganz einfach gewesen, als kleiner Verein zum Jubiläum die Baden-Württembergischen Meisterschaften mit „vier Tagen Tennissport vom Feinsten“ zu bekommen.

 

Bürgermeister Michael Rieger lobte in seinem Grußwort die wunderschöne, gepflegte Anlage. Das lange Bestehen des Vereins sei vielen Frauen und Männern zu verdanken, die immer wieder Ideen in die Tat umsetzten. Die hervorragende Vorstandsarbeit mit Weitblick und Menschenverstand sei unbezahlbar, präge Verein und Stadt.

Foto: Stephan Hübner

Teamgeist und „Fair Play“ bringen Gesellschaft voran

Rieger lobte das gute Verhältnis zur Verwaltung, weshalb die Stadt immer wieder geholfen habe, zuletzt mit 70 000 Euro Zuschuss zur Sanierung von Heizung und Boden der Halle. Tennis könne man bis ins hohe Alter ausüben, dabei könne man viel fürs Leben lernen können. Teamgeist und „Fair Play“ seien Werte, die eine Gesellschaft voranbrächten.

Der ehemalige Vorsitzende Thomas Trunk lobte „ständige, positive, quirlige Aktionen“ des Vereins. Mit einer Prise Humor warf der Vorsitzende-Stellvertreter Axel Strittmatter einen Blick in die Geschichte. Gegründet wurde der Verein am 23. Mai 1923 im Gasthaus „Goldener Adler“, mit Fabrikant Wilhelm Heinemann als erstem Vorsitzenden und Willi Müller als Schriftführer. Die ersten Tennisbälle stellte Dunlop aus Kautschuk her. Die ersten Tennisplätze entstanden auf dem jetzigen Hallenbadgelände, 1956 kam eine Flutlichtanlage, 1973 das erste Clubheim, 1992 die Tennishalle.

Zum 50-jährigen Bestehen führten den Verein die Vorsitzenden Günter Papst und Herbert Obergfell, Sportwart Klaus Weiß, Kassierer Heinz Murawski und Jugendwart Horst Eisenmann.

10 000 Gäste jährlich

Nach 2010 entstand eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach, es gab Sanierungen unter anderem von Duschen und Toiletten, wofür Vereinsmitglieder 2000 Stunden investierten. Die Halle öffne man jährlich 5000 Stunden, begrüße dabei etwa 10 000 Gäste.

Jürgen Hähnel, Vorsitzender des badischen Tennisverbands, lobte den „kleinen Club, der Vollgas gibt“. Der Verein habe Hyperinflation, Krieg, Wiederaufbau, Öl- und Weltwirtschaftskrise überlebt, die Pandemie toll gemeistert und leiste gute Jugendarbeit. Dazu brauche es einen mutigen Vorstand mit Visionen und engagierte Mitglieder. Es brauche Zusammenhalt auf und neben dem Tennisplatz.

Jede Menge Ehrungen

Hähnel übernahm die Ehrung von Mitgliedern. Die Verdienstnadel des Bezirks erhielt Thomas Trunk für seine zweijährige Tätigkeit als Vorsitzender und neun Jahre als Vorsitzender-Stellvertreter. Die bronzene Ehrennadel bekam Anita Kienzler, die 41 Jahre Schriftführerin und Pressewartin sowie 30 Jahre Mannschaftsführerin war. Die gleiche Auszeichnung bekamen Angela Anton, die 20 Jahre Jugendwartin und lange für die Clubküche zuständig war, sowie Hubert Kienzler, für sechs Jahre Sportwart, elf Jahre technischer Leiter und etwa 30 Jahre Organisation des St. Georgspokalturniers. Die silberne Ehrennadel erhielt Helmut Weisser, der über 18 Jahre Vorsitzender war und in dessen Zeit die Halle gebaut wurde.