Mit einem Theaterstück beschreiben mehr als 100 Kinder anlässlich des großen Jubiläums von Schönwald die Ortsgeschichte.
Die Richard-Dorer-Schule Schönwald präsentierte am vergangenen Samstag das Theaterstück „Uhrenklang und Schneekristall – Schönwald feiert Geschichte“ in der Uhrmacher-Ketterer-Halle.
Die Idee dahinter war das Dorfjubiläum – und wie sich die Schule dabei einbringen könnte. „Schönwald feiert 750-jähriges Dorfjubiläum und zugleich 50 Jahre Heilklimatischer Kurort“, erzählte Schulleiterin Silvia Schöne. Da sei es meiner selbstverständlich, dass auch die Schule einen Beitrag zum Jubiläum leisten sollte, und sie selbst hatte in ihrer Freizeit ein zum Gemeindejubiläum passendes Stück gestaltet.
In drei Akten durch sieben Jahrhunderte
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und mehr als 100 Kindern wurde dann ab dem Jahresende 2024 geübt – und, wie die Gäste in der prallvollen Halle unschwer feststellen konnten – es hat sich gelohnt. In drei Akten – die durch die Magische Uhr eingeläutet wurden – führte das Stück von der Gründung im Jahr 1275 durch die Ritter Tribergs und die Mönche des Klosters St. Georgen, durch die Geschichte des Dorfes – eine Aufgabe, die den Schülerinnen und Schülern von Bürgermeister Christian Wörpel aufgetragen wurde.
Durch harte Arbeit zu etwas Wohlstand
Durch Glauben und harte Arbeit kamen die Dorfbewohner zu bescheidenem Wohlstand, der sich durch ein Ereignis aus dem 18. Jahrhundert, in das die Magische Uhr sie dann versetzte, deutlich verbesserte: Franz Ketterer, ein begnadeter Uhrmacher seiner Zeit, hatte die Idee, der Uhr beizubringen, die Zeit durch ein ganz besonders Signal anzuzeigen: Den Ruf des Kuckucks. Diese Kuckucksuhr wurde durch die Uhrenträger von Schönwald aus in die Welt hinausgetragen und machte den Schwarzwald weltbekannt.
Aufstieg zum heilklimatischen Kurort
Im dritten Teil der Zeitreise kam der Ort zu weiterer Bekanntschaft – er wurde vor 50 Jahren heilklimatischer Kurort und zugleich zu einem Mekka des Wintersports mit vielen Schneekristallen. Diese drei Ereignisse hatte Silvia Schöne sich herausgepickt, damit die Kinder die verschiedenen wichtigen Epochen des Dorfes durchleben und erfassen konnten.
Viel Beifall für die Leistung der Schule
Und dann ging es zurück ins Heute, ins Büro von Bürgermeister Christian Wörpel, den die Viertklässler jedes Jahr im Rahmen des Sachkundeunterrichts besuchen dürfen. Hier fand dann die Feier des Jubiläums auf dem Dorfplatz statt. Ganz zum Schluss sang die Schulgemeinschaft, also Schüler und Lehrer, ein von Schöne geschriebenes Lied über Schönwald.
Bei freiem Eintritt war die Uhrmacher-Ketterer-Halle voll belegt, die Kinder wurden ausgiebig für ihre Leistung gefeiert. Schönes Dank ging an die vielen Helfer, konnte sich aber auch über regen Zuspruch bei Getränken und Snacks freuen.