Die Justizministerin Marion Gentges feierte mit dem Rottenburger Stadtverband der Jungen Union dessen Jubiläum.
Justizministerin Marion Gentges feierte mit dem Stadtverband der Jungen Union das 70-jähriges Bestehen der Jungen Union (JU) in Rottenburg und diskutierte im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Politprominenz und auch mit Bürgern.
Auch „Urgesteine“ waren mit dabei
Deren Stadtverbandsvorsitzender Pietro Scalera freute sich über die vielen Gäste. Auch „Urgesteine“ der Jungen Union waren dabei, etwa Sylvester Held, Heiner Norz oder auch Uta Schiebel. Sylvester Held war auf dem Podium, wo mit Marion Gentges das Thema „Gemeinsam jung – Demokratie gestalten“ diskutiert wurde. Dass dies die Junge Union in Rottenburg bereits seit 1954 umsetzt und Demokratie, Kommunalpolitik und auch das Stadtleben in Rottenburg mitgestaltet, wurde nicht nur bei der Podiumsdiskussion deutlich, sondern zeigte sich auch mit all den Informationen, Fotos und Zeitungsausschnitten, die seit 1954 liebevoll gesammelt und nun im Rahmen einer Ausstellung präsentiert wurden.
Chronik dokumentiert umfangreiches Engagement
Man sieht in dieser schönen Chronik, dass sich die junge Union schon immer engagiert hat. Auch beim Festakt zum 70-jährigen Jubiläum wurde deutlich, dass sich die Köpfe der Jungen Union nach wie vor stark engagieren – Pietro Scalera etwa hatte gemeinsam mit Sylvester Held eine amerikanische Versteigerung zu Gunsten der Partei organisiert. Zur Versteigerung kamen unter anderem Autogrammkarten von Wolfgang Schäuble und Helmut Kohl. Auf dem Podium ging es mit Sylvester Held, Federica Maier als ehemaliger Stadträtin der „Jungen Aktiven“ sowie mit Florian Hummel, dem derzeitigen Vorsitzenden der Jungen Union Baden-Württemberg, und Marion Gentges auch um die politischen Wurzeln der einzelnen Politiker.
Federica Maier etwa betonte, dass die Junge Union politische Heimat für sie gewesen sei und auch heute noch ist. Ihre Eltern und Großeltern seien fest verwurzelt gewesen in der CDU von Rottenburg, insbesondere ihre Großeltern.
Auch Marion Gentges betonte, dass die CDU und insbesondere die Junge Union, ihr immer Heimat gewesen seien – aus der Jungen Union heraus habe sie ihre politische Karriere gestartet. 1989 sei sie in die JU eingetreten – „das war damals bei der Wiedervereinigung. Damals hat man gemerkt, was politisches Engagement bewirken kann.“
Was treibt Menschen zu politischer Aktivität an?
Florian Hummel als Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württembergs erinnerte sich: Er hatte begonnen, sich politisch zu engagieren, da er „nicht wollte, dass andere Menschen über meine Anliegen entscheiden. Wir wollten in unserem Dorf immer einen neuen Sportplatz – aus dieser Initiative heraus ist mein politisches Engagement entstanden. Und so bin ich dann auch in die politische Arbeit und auch in Gremien hineingerutscht. Ich war im Gemeinderat – aber den neuen Sportplatz haben wir noch immer nicht“, meinte Florian Hummel lachend. Federica Maier, Partnerin von Oberbürgermeister Stephan Neher und nach eigenen Worten „Mama von zwei Kindern“, berichtete, dass ihr Opa immer aktiv in der Seniorenunion Rottenburgs gewesen sei. „Politische Sachen waren bei uns zuhause immer wichtige Themen“, erzählte sie. „Die Jungen Aktiven wurden ja anfangs aus der CDU heraus gegründet und sollten eine Fraktion sein, in der junge Menschen sich wiederfinden und ihre Bedürfnisse und Anliegen in ein Gremium einbringen können.“
Sie selbst habe ein Bogie-Praktikum bei der Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz absolviert und da gemerkt, dass die Junge Union und die CDU ihre politische Heimat sind.
Weitere Fragen kreisten um die Bedeutung eines Jugend-Gemeinderates – hier meinten einige der Podiumsteilnehmer, dass es viel wichtiger sei, junge Menschen in das eigentliche Gremium Gemeinderat oder andere kommunalpolitische Gremien zu integrieren – etwa jetzt bereits im Alter von 16 Jahren.
Wie sinnvoll sind Jugendgemeinderäte?
Für Marion Gentges aber sind sie ein „probates Mittel und ein wichtiges Signal an die Jugend, dass man sie ernst nimmt.“
Alle Podiumsteilnehmer sprachen sich dafür aus, Interessen junger Menschen mehr zu hören und wahrzunehmen – Jugendliche seien häufig politisch interessiert und müssten sich in demokratischen parteien wiederfinden können. Im Anschluss wartete ein Stehempfang auf die Festgesellschaft.