1900 wurde mit fünf Mitgliedern der Musikverein Rosenfeld gegründet, der sich seit 1903 Stadtkapelle nennen darf.
Mit die größten Highlights in dieser ereignis- und auftrittsreichen Geschichte der Stadtkapelle Rosenfeld waren zweifelsohne die Ausrichtung des Kreismusikfests im Juni 1964 und den Bläser-Jugendmusiktagen jeweils im Mai 1978 beziehungsweise 1983. Gebührend wurde und wird dieses Jubiläum gefeiert.
Am 22. März gab es unter anderem ein Kirchenkonzert in der evangelischen Kirche, das mit Kirchenmusikklassikern und Soli an die Anfänge der Stadtkapelle erinnern soll, und im Verlaufe des Jahres einen Besuch in der französischen Partnerstadt Moissy-Cramayel.. Am Samstag hatte die Stadtkapelle mit der „Kleinen Egerländer Besetzung“ (DKEB) einen hochkarätigen Gast, der die Massen in die sehr gut besuchte Stadthalle trieb.
Das aus Alexander Wurz (Tenorhorn), Christoph Moschberger (Trompete), Martin Hutter (Trompete), Max Obermüller (Akkordeon), Michael Müller (Tenorhorn), Peter Laib (Tuba), Sebastian Höglauer (Trompete, Flügelhorn) und Stephan Hutter (Schlagzeug) bestehende virtuose Oktett bestach durch eine unglaubliche Spielfreude und hatte ein abwechslungsreiches Programm mit im Gepäck, das total den Geschmack traf , wie auch Obermüller bemerkte und es mit den Worten „Ich glaube es gefällt euch was wir hier machen“ kommentierte .
Fester Bestandteil sind zahlreiche selbst geschriebene Stücke wie „Mit Sonnnenschein erscheint alles leichter“ von Martin Hutter nach der Geburt desses Kindes, der Walzer „Lebensgefühl“ von Obermüller nach dessen Reisen nach Indonesien und Indien oder „Zeit für Farbe“ aus der Feder von Laib.
„Als Schlagzeuger muss ich nicht so viel üben und kann viel Zeit am Computer verbringen und Stücke schreiben, bei denen die anderen etwas zu tun haben und die für die anderen schwer sind“, erörterte Stephan Hutter die Intention des neunminütigen irisch angehauchten Stückes „Riverdance“ und bekam die Retourkutsche bei „In der Büchsenmacherei“ von Laib nach den Arrangements von Höglauer, bei der sich Höglauer die immer gerade auch vom Publikum gern gehörten Triolen in sein Solo einbaute, verpasst, eine Reminiszenz sowohl an die bayerischen Polka, sowie an die typischen Polkas der Egerländer auch in ihrer großen Besetzung.
Die selbe Länge wie „Riverdance“ hat „DKEB All-In“, bestehend aus einen temporeichen Part mit Soli von Obermüller und Laib, danach dem leisen Sound der Tenorhörner und im Anschluss Swing mit Trompeten im Stile von Harry James.
Das Stück „Glück“ entstand in Kooperation mit der Gruppe „Fääschtbänkler“, der Walzer „Klein aber Fein“ zelebrierte die Langsamkeit.
Wieder in Action wird die Stadtkapelle Rosenfeld am 6. Dezember bei ihrem Jahreskonzert sein, bei dem sie auch ihre neue Uniform der Öffentlichkeit präsentieren wird.