Bernd Barthel musiziert an der Orgel in der evangelischen Kirche in Niedereschach. Foto: Bantle

Jubiläum: Bernd Barthel seit 40 Jahren Organist / Mit rotem Sportwagen zum Gottesdienst

Schon als junger Mensch lernte Bernd Barthel vor 60 Jahren das Orgelspiel. Seit 40 Jahren versieht der bescheidene und zurückhaltende Mann seinen Dienst als Organist in der evangelischen Jakobusgemeinde Niedereschach.

Niedereschach. Seinen Dienst übe er mit einer "unglaublichen Treue und einer Selbstverständlichkeit aus, die alles andere als selbstverständlich ist", so Pfarrer Peter Krech. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums im Amt des Organisten bei der evangelischen Kirchengemeinde würdigte Krech im Namen der ganzen Kirchengemeinde und Bezirkskantor Marius Mack das herausragende Engagement von Barthel.

Das Jubiläum des begeisterten Kirchenmusikers, der stets mit seinem roten Sportwagen zu den Gottesdiensten vorfährt, sollte eigentlich schon im April gefeiert werden. Wegen des Lockdowns wurde die Feier jedoch verschoben.

So konnte jetzt wenigstens im Rahmen eines kleinen Stehempfanges nach dem Gottesdienst mit dem verdienstvollen Organisten auf dessen Jubiläum angestoßen werden. "Unsere Gemeinde verdankt Ihnen sehr, sehr viel", lobte Peter Krech und wies darauf hin, dass Barthel für die Kirchenmusik lebe und immer wieder auch außerhalb der Gottesdienstzeiten in der Kirche an der Orgel anzutreffen sei und dort neue Stücke und Choräle einstudiere.

Krech erinnerte zudem daran, dass Barthel bei früheren Gottesdiensten in der Schule in Weilersbach oder der Schlierbachhalle in Schabenhausen sein eigenes Instrument mitgebracht habe und dies noch heute bei Trauerfeiern in den Friedhofshallen, in denen keine Orgel vorhanden ist, so praktiziere.

Warum er schon so lange als Organist tätig ist, erklärte Barthel, dass er nicht so einfach aussteigen könne, wenn er gebraucht werde.

Barthel selbst dankte bescheiden und erinnerte an seine längst verstorbene Mutter, die ihn in jungen Jahren "immer an der Orgel gehalten" habe und so den Grundstein für die Kirchenmusik gelegt habe.

Zum Schluss des Gottesdienstes ließ er sein großes musikalisches Können mit einem begeisternden Orgelstück aufblitzen. Ein Stück, das die ganze Bandbreite der Tonhöhen und Klangfarben einer Orgel beinhaltete und die Gottesdienstbesucher zu großem Applaus animierte.