Bei seinem Jubiläumskonzert in der Martinskirche bot der Chor Pinot Presto eine perfekte Show aus Musik und Bühneneffekten. Foto: Bianca Flier

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens gab der Chor Pinot Presto in der Martinskirche ein grandios inszeniertes Jubiläumskonzert unter dem Motto „Sounds of Musicals an Movies“.

Unter der Leitung Claudia Mundi präsentierten Chor und Instrumentalensemble eine fulminante Performance und begeisterten das Publikum. Die Veranstaltung war restlos ausverkauft.

 

Chor in Topform

Pinot Presto zeigte sich in Topform. Die elektrisierenden Darbietungen perfekt einstudiert: Intonation, Dynamik und interpretatorisches Können bewiesen höchstes Können. In wechselnder, einfallsreicher Kostümierung bot der Chor zu jedem Song eine fantasievolle Show, mit gelungenen Soloauftritten, Tanzeinlagen und komödiantischem Ideenreichtum. Dazu gab es eine effektvolle Lightshow, die den Chorraum in eine zauberhafte Bühne aus Licht und Farben verwandelte.

Der Auftakt mit dem „James Bond Theme“ und dem Titelsong „Skyfall“ aus dem gleichnamigen Film zog die Hörer in einen Bann, der wie ein magischer Spannungsbogen bis zum Finale anhielt. Die „Bohemian Rhapsodie“ und das von Klopf- und Klatscheffekten begleitete „We will rock you“ mit dem Super-Solo von Mario Gassner waren eine eindrucksvolle Referenz an die Erfolgsstory der Gruppe Queen. Geradezu unheimlich ging bei der „Rocky Horror Picture Show“. Die Interpretation von „Over the Frankenstein Place“ gab Diana Herzog-Maier, Bernd Dahlmann und Doris Munzig Gelegenheit, in schauriger Aufmachung ihre Soli mit Gänsehauteffekt zu inszenieren.

„Memory“ und „Something Stupid“

Ein solistisches Highlight bot Claudia Mundi mit dem gefühlvollen Song „Memory“ aus dem Musical „Cats“. Auch das Duett „Something Stupid“, vorgetragen von Diana Herzog-Maier und Doris Munzig, war blendend gestaltet. Zum Abschluss der ersten Programmzyklus bot Pinot Presto eine begeisternde Show aus dem Film „Dirty Dancing“ mit Soli und einem eleganten Tanzpaar.

Auftritt der „Nonnen“

Der zweite Programmteil begann mit einer echten Überraschung. Als Nonnen verkleidet boten die Sängerinnen den furios interpretierten Erfolgssong „Hail holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“. „I will follow him“ und das Spiritual „O happy Day“ waren eine weitere Hommage an diesen Blockbuster.

Stimmgewaltig

Weiter ging es mit „Now we are free“ aus „Gladiator“. Und auch „Der Hobbit“ aus dem Movie-Epos „Herr der Ringe“ wurde mit den träumerisch gestalteten „Misty Mountains“ gewürdigt. Ein stimmgewaltiges und zugleich emotional und Szene gesetztes Solo präsentierte Claudia Mundi mit „Don’t cry for me Argentina“ aus dem Musical „Evita“.

Die Schlusslichter dieses großartigen Konzertes bildeten das Duett „Perhaps Love“ mit dem Duo Siegbert Krumm und Bernd Dahlmann und das „Abba Medley“, das in mitreißender Manier praktisch alle Erfolge der schwedischen Pop-Gruppe Revue passieren ließ.

Publikum will Zugabe

Das Publikum war schier außer sich vor Begeisterung und forderte mit anhaltendem Applaus eine Zugabe. Als Erinnerung an die Zugabe, die der Chor bei seinem ersten Konzert vor fünfundzwanzig Jahren gesungen hatte, erklang zur Freude der Hörer „Aquarius“ aus dem Musical Hair“.

Konzert wird in Schliengen wiederholt

Das hervorragend agierende Instrumentalensemble bestand aus Tim Renkert (Piano), Simon Hotz (Bass), Eckhard Schwanzer (Schlagzeug) und Franziska Hetze (Saxophon). Die Licht- und Tontechnik besorgten Uwe Scheidthauer, Hanna Sommerhalter und Friedrich Lang.

Das Jubiläumskonzert wird am Samstag, 22. November, ab 19 Uhr im Bürger- und Gästehaus in Schliengen wiederholt.