Die Narrenzunft Lauffen beeindruckt zu ihrem 75. Jubiläum mit 150 Masken – und jede einzelne ist ein besonderes Unikat.
Mit einer faszinierenden Reise durch die eigene Geschichte und Holzschnitzkunst hat die Narrenzunft Lauffen am Sonntag ihr 75. Jubiläumsjahr eingeläutet. Die Festhalle Lauffen verwandelte sich von 10 bis 18 Uhr in ein Museum der Fasnetstradition, das zahlreiche Besucher aus der Region anlockte.
Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die charakterstarken Larven der Lauffener Kröpfer. Ein besonderes Highlight für die Gäste war die Anwesenheit von Masken-Schnitzer Raimund Ilg. Im Gespräch gab der Sohn von Wilhelm Ilg beeindruckende Einblicke in die Familiengeschichte.
Die „allererschte Kröpfer-Maske“
Zusammen mit seinem Vater hat er insgesamt 150 Kröpfer-Masken gefertigt, wobei er betonte, dass jede einzelne davon ein absolutes Unikat ist. Wie lebendig diese Tradition ist, zeigte sich direkt vor Ort: Allein 40 dieser meisterhaften Larven, die aus der Hand von Raimund und Wilhelm Ilg stammen, waren in der Ausstellung zu bewundern.
Historisch abgerundet wurde die Schau durch die „allererschte Kröpfer-Maske“, die als Urahn der heutigen Larven gilt und die Entwicklung der Masken über die Jahrzehnte hinweg greifbar machte.
Um die ganze Bandbreite des närrischen Brauchtums zu zeigen, beschränkte sich die Schau nicht nur auf die Kröpfer. Neben den Masken der „Hoademaale“ wurden auch Larven der Mitgliedszünfte des Narrenfreundschaftsringes Schwarzwald-Baar-Heuberg präsentiert.
Geschichte, Kunst, Geselligkeit
Darüber hinaus konnten Besucher sich neu aufgezeichnete Berichte von närrischen Lauffener Persönlichkeiten ansehen. Ergänzend dazu liefen historische Videoaufnahmen von Umzügen und Veranstaltungen aus den 1970er-Jahren. Neben Rindergulasch mit Spätzle und vegetarischen Maultaschen am Mittag lud die Zunft am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen ein.
Mit einer gelungenen Mischung aus Historie, Handwerkskunst und Geselligkeit hat die Narrenzunft Lauffen einen würdigen Startschuss für das Jubiläumsjahr gegeben.