Die Gemeinden Tuningen und Camogli verbindet seit 1989 eine Städtepartnerschaft. Persönliche Freundschaften, das Interesse an den unterschiedlichen Kulturen und kulinarischen Vorzügen der Regionen sind nur ein kleiner Teil der langen Geschichte.
Vor 25 Jahren wurde die Städtepartnerschaft zwischen Tuningen und Camogli, einer knapp 6000 Einwohner großen Gemeinde an der ligurischen Küste südlich von Genua, durch die damaligen Bürgermeister Walter Klumpp und Giuseppe Passalacqua besiegelt. Entstanden durch eine Chorfreundschaft, nahm die Städtepartnerschaft über die Jahre immer mehr Gestalt an, auch durch Freundeskreise auf beiden Seiten, welche die Beziehungen zwischen den Gemeinden pflegen und kontinuierlich weiter Kontakte knüpfen.
Ende April ging es für eine Delegation des Gemeinderates Tuningen, des Freundeskreises Camogli, interessierten Bürgern und Angestellten der Gemeindeverwaltung mit dem Bus in Richtung Camogli. Nachdem man an der ligurischen Küste angekommen war, startete man in das Rahmenprogramm, welches von der Gemeinde Camogli anlässlich des Jubiläums organisiert worden war.
Ein herzliches Willkommen
Herzlich begrüßt wurde die Gruppe durch den Bürgermeister Camoglis, Franco Olivari auf einer Terrasse über der Golfo Paradiso. Im Anschluss fand ein Konzert der Schola Cantorum Mons G. B. Trofello im Oratorium di Santi Prospero e Caterina statt. An dieser ältesten Kirche Camoglis finden aktuell noch Restaurierungsarbeiten statt.
Doch es gab längst nicht nur italienische Kultur zu bestaunen: So wurde am Samstag von der Delegation eine von Hobbymalern aus Tuningen gestaltete Kunstausstellung im örtlichen Schifffahrtsmuseum eröffnet, welche in den nächsten Wochen dort verbleiben wird.
Im Anschluss begab man sich auf eine Stadtführung durch die Altstadt bis zum Castello Dragone. Mit dem Küstenboot fuhren die Gäste am Nachmittag über den Golfo Paradiso hinüber zum historischen Kloster San Fruttuoso an der Spitze der Halbinsel der Monti di Portofino, das nur zu Fuß oder mit dem Schiff erreichbar ist. Die Reisegruppe erhielt vor Ort eine interessante Führung über die Geschichte und die Restaurierungsarbeiten der letzten Jahrzehnte. Am Abend wurde zu einem gemeinsamen Abendessen geladen, welches zusammen mit den Gemeinderäten und der Verwaltung von Camogli in einem Restaurant direkt an der Promenade eingenommen wurde.
Der wichtigste Akt zum Schluss
Ein Highlight gab es ganz zum Schluss: Der letzte Tag der Ausfahrt begann nämlich mit der Pflanzung eines Baumes, der als Gastgeschenk von der Tuninger Verwaltung an die Gemeinde Camogli mitgebracht worden war. Dieser soll die Freundschaft und die Zusammengehörigkeit symbolisieren und die Bürger von Camogli immer wieder an die Freundschaft mit ihrer deutschen Partnergemeinde vor Ort erinnern.
Gesetzt wurde der Baum gemeinsam von den beiden Bürgermeistern. Im Anschluss fand im historischen Ratssaal des Rathauses ein Festakt statt sowie ein Austausch von Geschenken. Nachdem die Partnerschaft erneut auf einem Dokument durch Unterschrift der Bürgermeister besiegelt worden war, kam ein Highlight: Eine von der Gemeinde Camogli spendierte und festlich verzierte Torte zum Jubiläum, die von den Anwesenden gemeinsam gleich verzehrt wurde.
Die Tuninger freuen sich nun auf den Gegenbesuch aus der Partnergemeinde vom 13. bis zum 15. Oktober, um auch hier das Jubiläum gebührend zu feiern.