Die beiden Vorsitzenden, Norbert Dietrich und Cornelia Rösner, freuen sich mit der Bürgerstiftung Rheinfelden auf viele Veranstaltungen zum 20. Geburtstag in diesem Jahr. Foto: Rolf Rombach

Die Bürgerstiftung Rheinfelden feiert ihren 20. Geburtstag. Dazu finden über das Jahr verteilt mehrere Veranstaltungen statt. Den Auftakt macht eine Vernissage am 17. März.

Als am 26. Oktober 2006 im Haus Salmegg 51 Personen und Firmenvertreter als Gründungsstifter die Bürgerstiftung Rheinfelden ins Leben riefen, verbanden sie einige Erwartungen, wie sie die Gemeinschaft mit ihrer finanziellen Hilfe unterstützen können. Bereits im Folgejahr begannen erste Projekte, die große Kreisstadt durch bürgerschaftliches Engagement aufzuwerten.

 

Inzwischen ist die Stiftung etabliert und beeindruckt mit viel Leidenschaft und Kreativität, für alle Generationen etwas zu bewirken. „Wir freuen uns über jede Unterstützung“, sagte Norbert Dietrich im Pressegespräch. Seit zehn Jahren ist er als erster beziehungsweise zweiter Vorsitzender im Vorstand tätig.

Seit 20 Jahren Gutes tun

Zum Auftakt wurden von 2007 bis 2011 insgesamt 108 Bänke im Stadtgebiet und den Ortsteilen saniert. Ebenfalls 2007 startete die Verleihung der Stiftungspreise, welche schnell zum jährlich wiederkehrenden Markenzeichen der Bürgerstiftung wurde. Der Bürgerpreis für Gruppierungen und der Ehrenpreis für Einzelpersonen und Ehepaare würdigen außerordentliches ehrenamtliches Engagement.

Vermögen „für die Ewigkeit“

Kurze und längerfristige Projekte hat die Bürgerstiftung seit ihrer Gründung angestoßen, umgesetzt und betrieben. Deutschkurse für Flüchtlinge, Computer-Kurse für Senioren sowie elf spezielle Bürgerprojekte zum Stadtjubiläum 2022 sind nur ein kleiner Auszug. Rund 300 000 Euro hat die Stiftung bislang investiert. Diese resultierten einerseits aus projektbezogenen Spenden, andererseits aus den Erträgen des Stiftungsvermögens. Dieses ist „für die Ewigkeit“ in verschiedenen Formen angelegt. Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen dürfen für die Projekte verwendet werden. „Die Ideen gehen uns nicht aus. Auch wenn das viel Arbeit für unser kleines Vorstandsteam ist“, zeigt sich Vorstandsvorsitzende Cornelia Rösner noch immer motiviert.

Grundkapital verdreifacht

Aus dem Startkapital von 351 000 Euro sind in 20 Jahren beeindruckende 1,23 Millionen Euro geworden. Zwei größere Erbschaften im sechsstelligen Bereich halfen dabei, das Stiftungsvermögen kräftig zu erhöhen. Dies ist auch weiterhin eine der Aufgaben des Vorstands, denn je höher der Grundstock, desto höher die Ausschüttungen für Projekte.

Drei Stiftungsfonds

Seit 2023 gibt es zudem unter dem Dach der Bürgerstiftung sogenannte Stiftungsfonds, die spezielle Ziele gemäß der Vorgaben ihrer Stifter verfolgen: „Pro Senioribus“ für die Unterstützung und Förderung von Senioren, „Pro Eichsel“ ist für die Förderung des Ortsteils gedacht. Neu hinzugekommen ist kürzlich ein Fonds für Karsau. Jüngster Höhepunkt der Bürgerstiftung war die Aufwertung des Spielplatzes an der Maurice-Sadorge-Straße mit inklusiven Spielgeräten. Das Gremium sorgte mit der Selbsthilfegruppe „LÖwenstark“ für den Startimpuls und die Organisation. Geräte und Dienstleistungen im Wert von 100 000 Euro wurden dann größtenteils durch andere Beteiligte übernommen.

Aktionen zum Jubiläum

Der Bewegungsparcours am Herbert-King-Park, der zum zehnten Geburtstag initiiert wurde, soll bis 2027 um drei Sportgeräte erweitert werden. Eine Fitness-Expertin bietet bis Oktober ein Mal im Monat einen offenen Treff an.

Kulinarischer Rundgang

Mit einer Ausstellung im Sparkassen-Foyer gibt es einen Rückblick (Vernissage am 17. März). Am 13. Juni ist ein kulinarischer Rundgang geplant, bei dem Projekte in der Innenstadt vorgestellt werden. Die Verleihung der diesjährigen Preise findet am 31. Oktober im Rahmen der Jubiläumsfeier statt, bei der dann auf die nächste Dekade angestoßen wird.

www.buergerstiftung-rheinfelden.de