Deutschlands "Trainer des Jahres": Freiburgs Christian Streich. Foto: Tom Weller/dpa

Der 1:0-Erfolg des SC Freiburg im Derby gegen den VfB Stuttgart war zugleich die 400. Partie, die Kult-Trainer Christian Streich an der Seitenlinie als Cheftrainer begleiten durfte. 

Über sein Jubiläum sagte Streich: „Es ist ziemlich viel. Was soll ich dazu sagen, was das mir bedeutet? Es kommt eins zum anderen, wenn man so lange mit einem Verein arbeiten darf, kommen immer mehr Spiele dazu. Beim Volker waren es noch mehr."

Volker Finke uneinholbar

Damit meinte der 57-jährige Übungsleiter seinen Vorgänger bei den Breisgauern. 607 Spiele stand Volker Finke beim SC Freiburg in Amt und Würden. Für Streich ist diese Marke des heute 74-Jährigen uneinholbar. Auf die Frage, ob er den Freiburger Top-Wert in seiner Amtszeit noch werde knacken können, antwortete er: „Niemals!“

Leicht positive Bilanz

Die Bilanz von Streich setzt sich aus 1. und 2. Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League plus Qualifikation zusammen und ist leicht positiv. 155-mal gewann der SC, 141 verlor er unter Streich. 589 Toren stehen 596 Gegentreffer gegenüber. „Man sollte nicht in zu viel Euphorie mit sich selbst verfallen, sonst wird es kritisch mit der Zeit“, kommentierte Streich. „Es ist schön, es hat auch seinen Preis gekostet. Ich habe viel Schönes erlebt, das kostet auch Kraft über die Jahre.“

Ein Macher im Breisgau

Die jüngste Entwicklung beim SC Freiburg ist eng mit Christian Streich verbunden ist. Der Coach formte den SC seit seiner Amtsübernahme am 2. Januar 2012 zu einem respektablen Bundesligisten. Der Kult-Coach nahm sich in diesen zehn Jahren nie zu wichtig. Rein nach Bundesliga-Siegen hat Streich Volker Finke bereits überholt.