Bei der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft kam für Kim Wörner (rechts) eine weiter Medaille bei einem Turnier dazu. Foto: Wörner

Ursprünglich sollte es für Kim Wörner nur um Selbstverteidigung gehen, inzwischen ist die 18-Jährige in der Kampfkunst Ju-Jutsu aber eins der Talente, das zuletzt WM-Bronze feierte.

Für Kim Wörner ist es das vierte Jahr im Bundeskader und das erste Jahr bei der U21. Bei der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft hat die 18-Jährige aus Renfrizhausen allerdings einige der älteren Sportlerinnen direkt in ihre Schranken verwiesen. Am Ende sicherte sich die Schülerin die Bronzemedaille.

 

„Ich hatte mir natürlich gewünscht, aufs Treppchen zu kommen, aber in der neuen Altersklasse wollte ich mir keinen Druck machen“, erzählt Kim Wörner über ihre Gedanken vor dem Turnier. Allerdings habe sie durch die Europameisterschaft im Oktober, die in Belgien ausgetragen wurde, bereits erfahren, dass sie mit der älteren Konkurrenz durchaus mithalten kann. Hier qualifizierte sie sich mit der Silbermedaille für die WM in Thailand.

Insgesamt kann die 18-Jährige, die für den Ju-Jutsu Club Mühlbachtal aktiv ist, auf eine ganze Reihe von internationalen Erfolgen bei Europa- und Weltmeisterschaften blicken.

Um das Niveau zu halten, muss die Renfrizhausenerin intensiv trainieren. Viermal die Woche im Verein, hinzukommen eigene Einheiten im Fitnessstudio und Trainingslager mit dem Bundeskader.

„Tolle Gemeinschaft“

Dabei hatte alles mit einem Schnuppertraining angefangen. „Meinen Eltern war wichtig, dass ich Selbstverteidigung lerne“, erzählt die Schülerin, die daran arbeitet, den braunen Gurt zu machen und ihr Wissen auch an Kinder weitergibt. Unter anderem an ihre zehnjährige Schwester. Auch ihre Eltern sind inzwischen im Verein aktiv. Dort hatte sie sich von Beginn an „aufgeräumt gefühlt“, sagt die 18-Jährige. „Dort herrscht zwischen allen Altersklassen eine tolle Gemeinschaft“, berichtet Kim Wörner, was sie neben der Vielseitigkeit des Sports mit dem Ju-Jutsu Club Mühlbachtal verbindet.

Die junge Sportlerin würde sich wünschen, dass Ju-Jutsu irgendwann mal olympisch werden würde. „Karate ist jedem ein Begriff. Aber Ju-Jutsu ist eher eine Randsportart und bekommt wenig Aufmerksamkeit.“ Dementsprechend hatte die Renfrizhausenerin auch nie große Vorbilder in ihrer Sportart. „Es war eher so, dass ich mich eher an den Menschen aus dem Verein orientiert habe“, erzählt sie. Inzwischen hat Kim Wörner aber guten Einblick in die Szene und weiß, wer die großen Namen unter ihren Konkurrentinnen sind. „Ich hatte nie erwartet, dass ich selbst mal auf so einer Bühne stehe“, sagt die 18-Jährige über ihre Auftritte bei großen Turnieren.

EM und WM im kommenden Jahr

Für das kommende Jahr hat das Toptalent erstmal ihr Abitur im Blick. Dann stehen auch wieder die Europa- und Weltmeisterschaft an. Und mit ihren 18 Jahren kann sie die U21 auch noch eine Weile aufmischen. „Ich will auf jeden Fall dabei bleiben, auch wenn ich noch nicht weiß, was nach der Schule kommt“, blickt Kim Wörner nach vorne.