Kim Wörner kehrt mit der Bronzemedaille von der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft aus Thailand zurück. Hier war klar: Es gelten strikte Regeln.
Mit einer tollen Leistung konnte sich Kim Wörner aus Sulz-Renfrizhausen, die dem Ju-Jutsu Club Mühlbachtal angehört, in der Klasse U21 +70 kg die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Thailand erkämpfen.
Da sie zuletzt Silber bei der Europameisterschaft in Belgien Anfang Oktober gewonnen hatte, wurde Kim durch den Deutschen Ju-Jutsu-Verband mit einem Startplatz bei der U21 Junioren-Weltmeisterschaft in der thailändischen Hauptstadt Bangkok belohnt und rechtfertigte eindrucksvoll das Vertrauen gegen die Konkurrenz aus Vietnam, Thailand, Frankreich, Kasachstan, Griechenland, Österreich und Deutschland.
Klare K.o.-Regelung
Auf internationaler Ebene gilt wie gewohnt die K.o.-Regel, das heißt, wer nur einen Kampf verliert, hat keine Chance mehr den Finalkampf zu erreichen.
Dies bedeutete für Kim Wörner beim Start gegen die Thailänderin Nantita Namngam sofort mit voller Konzentration zu agieren, was ihr durch einen Punktsieg auch sehr gut gelang.
Im Kampf gegen Nguyen Thi Thanh Truc stand umgekehrt Wörner ständig unter Druck, reagierte insgesamt selbst etwas zu passiv und fand letztendlich kein entscheidendes Mittel, die Attacken der vietnamesischen Kämpferin zu kontern. Wörner versuchte alles, jedoch am Ende ging der Sieg an die Vietnamesin.
Für Enttäuschung blieb der 18-jährigen Renfrizhausenerin und das Jugendnationaltrainerteam wenig Zeit. Man konzentrierte sich nun auf das Maximalziel: die Bronzemedaille in der Trostrunde noch zu gewinnen. Diese Chance in der Trostrunde ergriff Wörner konsequent und nervenstark, indem sie sich erfolgreich gegen Kodchaphan Ainpin (Thailand), Maha Siad (Frankreich) und Athanasia Vetseridi (Griechenland) durchsetzen konnte.
Energiereserven mobilisiert
Im kleinen Finale um die Bronzemedaille gegen die Kasachin Gaukhar Kanatbek mobilisierte Kim Wörner noch einmal alle Energiereserven und den Kampf verdient durch insbesondere starke Hand-Wurf- und Haltetechniken vorzeitig mit Full-Ippon für sich entscheiden.
Herausragendes Jahr
Unter dem Jubel der Nationalmannschaft nahm die Mühlbachtälerin glücklich und stolz bei der Siegerehrung die Bronzemedaille entgegen. Mit diesem weiteren großen internationalen Erfolg beendet Kim Wörner ein herausragendes Sportjahr 2025.
Der ganze Verein gratuliert und der erste Vorsitzende Thomas Emmering bedankt sich bei allen Beteiligten wie der Familie, Trainern und Wettkampfteam, die Kim seit ihren ersten Schritten auf der Tatami begleiten und unterstützen.