Ein Vizetitel und zwei vierte Plätze in drei Rennen – Josef Ilgners Bilanz des Masters World Cups in Klosters kann sich sehen lassen. Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt: Auch im Sommer hält sich der Brigacher fit – und fiebert schon auf den nächsten Winter.
Skilangläufer Josef Ilgner blickt zufrieden auf seine Reise nach Klosters in der Schweiz zurück. Beim Masters World Cup, der dort kürzlich stattfand, maß sich der Wintersportler aus Brigach mit den besten Langläufern seiner Altersklasse. Im Gespräch blickt er auf den sportlichen Wettkampf zurück – und verrät, wie er sich auch im Sommer fit hält.
In drei Rennen trat Ilgner bei den Weltmeisterschaften der Senioren in Klosters an – jeweils in der freien Technik über die Distanzen fünf, zehn und 15 Kilometer. Dabei kann sich seine Gesamtleistung durchaus sehen lassen: Über die fünf Kilometer wurde Ilgner Vierter. 16 Sportler aus Deutschland, Österreich, Finnland, der Schweiz, Frankreich und den Vereinigten Staaten waren bei diesem Wettkampf an den Start gegangen.
Nur drei Sekunden Rückstand auf Platz drei
Doch besser schlug sich Ilgner sogar über die zehn Kilometer: In dem Rennen, in dem insgesamt zwölf Langläufer in der Altersklasse des Brigachers antraten, lief er auf den zweiten Platz. Bitter war für Ilgner das Ergebnis seines 15-Kilometer-Rennens: Zwar schaffte er es unter 13 Startern auf den vierten Platz, das Treppchen verpasste Ilgner aber nur um denkbar knappe drei Sekunden – ein Ergebnis, über das sich der Brigacher einige Zeit später im Gespräch mit unserer Redaktion noch hörbar ärgert.
Eigentlich wollte Ilgner auch noch in einem vierten Wettkampf antreten. Doch leider, berichtet er, habe Deutschland in seiner Altersklasse keine Staffel stellen können. Einer der eingeplanten Langläufer war krank geworden. „Sonst wäre da sicher auch noch was gegangen“, ist Ilgner überzeugt.
Schwierige Bedingungen
Anstrengend genug war die Woche in Klosters trotzdem – auch mit einem Rennen weniger als geplant. Das lag teilweise an den Bedingungen, erinnert sich Ilgner im Gespräch: Gerade die Skater hatten ihm zufolge mit herausfordernden Schneeverhältnissen zu kämpfen. Teilweise mussten sie ihre Runden durch bis zu 15 Zentimeter hohen Schnee drehen. „Das war sehr, sehr schwierig“, bekräftigt Ilgner.
Der World Cup der Masters im März war einer der letzten Wintersport-Wettkämpfe in dieser Saison. Für Ilgner war es der letzte – den Kampf um die nationalen Titel in Seefeld zum Saisonabschluss hat der Brigacher ausgelassen. „Nach so einem Erfolg darf man sich auch mal ausruhen“, meint er mit Blick auf die guten Platzierungen beim internationalen Wettbewerb in Klosters.
Auch im Sommer lässt er nicht locker
Für Ilgner geht es daher nun fließend in die Sommersaison über. Von ausruhen kann dabei aber keine Rede sein. Denn der Brigacher, der dieses Jahr seinen 77. Geburtstag feiert, hält sich auch ohne Schnee äußerst fit: Drei Mal die Woche ist er auf Skirollern unterwegs, zudem fährt er gerne Mountainbike. „Man muss immer dran bleiben“, sagt der Brigacher.
Immerhin steht die kommende Wintersaison schon bevor, wie Ilgner sagt. Bis zur nächsten Weltmeisterschaft in Italien seien es nur noch gut zehn Monate – und die Teilnahme daran hat Ilgner schon jetzt fest im Blick.